WM Hymnen : WM Hymnen

Heute: Deutschland

Die dritte Strophe des Lieds der Deutschen von August Heinrich Hoffmann von Fallersleben wird zu einer Melodie von Joseph Haydn gesungen. Das ist bekannt. Weniger bekannt ist, dass die Urfassung das Haydn-Lieds selbst eigentlich schon ein WM-Song war: „Gott erhalte Franz den Kaiser“.

Brechts Kinderhymne sei die bessere deutsche Hymne, „wer weiß denn schon, was des Glückes Unterpfand ist?“ Das fragte beim Sommermärchen 2006 ausgerechnet Walter Jens, der es uns ja am besten hätte erklären können. Versuchen wir’s an seiner statt:

Der erste Schritt ist einfach: Das „Unter“ kann man unterschlagen, „Unterpfand“ bedeutet einfach „Pfand“, es passt nur besser ins Versmaß. Aber was will uns der Dichter sagen: „Einigkeit und Recht und Freiheit /

sind des Glückes Unterpfand“?

Gewöhnlich gibt der Schuldner ein Pfand an einen Gläubiger als Sicherheit für etwas anderes, das der Schuldner behält. Das Pfand kann der Gläubiger verkaufen, wenn er die gesicherte Sache nicht wiederbekommt. Er hat also eine gewisse Garantie, dass er am Ende nicht gelackmeiert ist. Einen Sinn ergibt das Ganze aber nur, wenn man den ganzen Schuldner-Gläubiger-Kram weglässt und allein den Garantie-Aspekt belässt: Einigkeit, Recht und Freiheit sind Garanten des Glücks. Stimmt ja auch meistens. TF

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