WM in Gstaad : Deutsche Beachvolleyballer gehen leer aus

Bei den 6. Weltmeisterschaften in Gstaad/Schweiz haben die deutschen Beachvolleyballer eine erhoffte Medaille verpasst. Die USA holten zwei Mal Gold.

Julius F. Michels[dpa]
Beachvolleyball
Wurden Fünfte: Helke Claasen und Antje Röder aus Berlin. -Foto: dpa

GstaadDie deutschen Beachvolleyballer haben bei den 6. Weltmeisterschaften in Gstaad/Schweiz die erhoffte Medaille verpasst. Zwei fünfte Plätze als beste Europäer bei den Frauen durch die Aufsteiger Helke Claasen/Antje Röder (Berlin) und Stephanie Pohl/Okka Rau (Hamburg), für die es jeweils 18.000 Dollar Preisgeld gab, sowie zwei neunte Ränge sind nur eine durchwachsene Bilanz. Immerhin hatten Julius Brink/Kjell Schneider vor zwei Jahren in Berlin im "kleinen Finale" im deutschen Duell mit Marvin Polte/Thorsten Schoen als Dritte für die erste WM-Medaille gesorgt. "Ein bisschen enttäuscht bin ich schon. Wir hatten uns alle mehr Erfolg versprochen", sagte Werner von Moltke, Präsident des Deutschen Volleyball-Verbandes DVV.

Acht von neun deutschen Teams hatten die Gruppenphase erfolgreich überstanden und trügerische Hoffnungen geweckt. Als es dann um die Medaillen ging, waren die Sandspezialisten made in Germany nur noch Zuschauer. Bei den Frauen bestätigten Kerri Walsh/Misty May-Treanor (USA) mit dem dritten Titelgewinn nach 2003 und 2005 ihre Ausnahmestellung. Im Finale schlugen die Athen-Olympiasiegerinnen auf dem mit 9000 Zuschauern ausverkauften Center Court die chinesischen Weltranglisten-Ersten Jia Tian/Jie Wang mit 2:0 (21:16, 21:10); sie sicherten sich 60.00 Dollar Preisgeld und 1000 Weltranglistenpunkte. Bei den Männern holten sich Todd Rogers/Phlip Dalhausser (USA) mit einem 2:0 (21:16, 21:14) im Endspiel gegen die Russen Dmitri Barsuk/Igor Kolodinski Titel und Prämie.

Drei Matchbälle abgewehrt

Claasen/Röder wurden im Viertelfinale nach drei abgewehrten Matchbällen von den Amerikanerinnen gestoppt, die bei den Frauen das Maß aller Dinge sind, noch an den Olympischen Spielen 2012 teilnehmen wollen und ihre Gesamtgewinnsumme auf 2,5 Millionen Dollar geschraubt haben. Zuvor hatten die Berlinerinnen die in der Rangliste höher eingestuften Teams Pohl/Rau, Sara Goller/Laura Ludwig (Berlin/17.) und Riecke Brink-Abeler/Hella Jurich (Münster/9.) besiegt. Die Olympia-Fünften Pohl/Rau wurden von den WM-Dritten Juliana Felisberta Silva/Larissa Franca (Brasilien) gestoppt.

"Die Frauen haben den Männern vorgemacht, wie es geht", sagte von Moltke. "Das Niveau ist inzwischen bei vielen Nationen so hoch, dass wir zulegen müssen. Wir wollen mit vier Mannschaften nach Peking und es da besser machen." David Klemperer/Eric Koreng (Hildesheim/Essen), die Finalisten des Welttour-Turniers in Berlin, scheiterten im Achtelfinale an den Australiern Andrew Schacht/Josh Slack und belegten als bestes deutsches Teams Rang neun. Dort landeten auch die entthronten Titelverteidiger Fabio Luiz Magalhaes/Marcio Araujo aus Brasilien. Die Europameister Julius Brink/Christoph Dieckmann belegten wie Jonas Reckermann/Mischa Urbatzka (Essen/Eimsbüttel) nur den 17. Platz, nachdem sie gegen die Chinesen Wu/Wu gepatzt hatten. "Wir waren schlecht", gab Dieckmann enttäuscht zu.

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