Sport : WM-NACHRICHTEN

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TSCHECHIEN

Fans an der Grenze abgewiesen:

zu wenig Geld in der Tasche

Deutsche Grenzbehörden haben angeblich zahlreichen tschechischen Fans die Einreise verweigert, weil diese nicht genügend Geld vorweisen konnten. Das Außenministerium in Prag verlange von deutscher Seite Aufklärung, berichtete die Zeitung „Mlada fronta Dnes“. Allein am Montag seien am sächsischen Übergang Reitzenhain 19 Tschechen abgewiesen worden, die zum Spiel ihrer Mannschaft gegen die USA in Gelsenkirchen fahren wollten. Die Fans hätten auf Aufforderung nicht je 30 Euro pro geplanten Aufenthaltstag in Deutschland vorweisen können, hieß es. Die deutschen Grenzer ließen sich auch dadurch nicht erweichen, dass die Tschechen Proviant vorweisen konnten und angaben, im Auto schlafen zu wollen. dpa

Milan Baros erlebt die WM

weiterhin nur als Zuschauer

Tschechiens Hoffnungen auf ein Comeback von EM-Torschützenkönig Milan Baros im Spiel am Samstag gegen Ghana in Köln (18 Uhr) haben sich zerschlagen. „Milan kann nicht laufen, er kann noch nicht einmal Rad fahren“, sagte Mannschaftsarzt Petr Krejci. In der tschechischen Presse wurde deshalb bereits über eine vorzeitige Abreise des Angreifers von Aston Villa aus dem WM-Quartier in Westerburg spekuliert. „Das entbehrt jeder Grundlage“, dementierte Verbandssprecher Lukas Tucek. Eine Untersuchung von Baros am Dienstag im Institut von Dietrich Grönemeyer ergab indes, dass sich in der Ferse des Angreifers Flüssigkeit angesammelt hat. Das dürfte den Heilungsprozess des lädierten Bandes weiter verzögern. Baros hat seit dem letzten WM-Testspiel der Tschechen am 3. Juni gegen Trinidad und Tobago nicht mehr mit dem Ball trainiert. dpa

UKRAINE

Für den Titelgewinn gibt es

28,5 Millionen Dollar Prämie

Grigori Surkis, Verbandspräsident der Ukraine, hat erklärt, dass der Staat dank seiner Sponsoren aus der Industrie im Falle eines Titelgewinns der ukrainischen Mannschaft insgesamt 28,5 Millionen Dollar (22,3 Millionen Euro) als Prämie lockermacht. Damit zahlt die Ukraine das meiste Geld unter den 32 WM-Teilnehmern für den Titel. Jeder Spieler käme dabei auf rund eine Million Dollar (800 000 Euro). dpa

ELFENBEINKÜSTE

Drogba und Faé sind

wieder einsatzbereit

Trainer Henri Michel kann am Freitag gegen die Niederlande in Stuttgart erneut auf Didier Drogba zurückgreifen. Der Stürmerstar des FC Chelsea ist nach einer Knöchelprellung wieder ins Training eingestiegen. Auch Mittelfeldspieler Emerse Faé ist von einer Fußverletzung genesen. „Es sind noch sechs Punkte zu vergeben, wir sind bereit“, sagte Michel, dessen Mannschaft zum Auftakt 1:2 gegen Argentinien verloren hatte. dpa

GEWALT

Zusammenstöße in Mostar nach Spiel der Kroaten gegen Brasilien

In Bosnien-Herzegowina ist es nach dem Spiel Kroatien gegen Brasilien zu gewaltsamen Zusammenstößen gekommen. In der zwischen Muslimen und Kroaten geteilten Stadt Mostar seien die verfeindeten Volksgruppen aneinander geraten, berichteten Augenzeugen. Die Polizei habe Tränengas eingesetzt. Zahlreiche Autos seien bei den Ausschreitungen demoliert worden. Nach dem Bürgerkrieg von 1992 bis 1995 ist Mostar eine ethnisch getrennte Stadt. dpa

ITALIEN

Lippi stand dicht vor dem Rauswurf

Italiens Nationaltrainer Marcello Lippi stand unmittelbar vor der WM vor der Entlassung. „Man hat mich gedrängt, Lippi seines Amtes zu entheben“, sagte der kommissarische Präsident des italienischen Fußballverbandes FIGC, Guido Rossi, der „La Gazzetta dello Sport“. Der Nationalcoach war in die Kritik geraten, weil er in den italienischen Fußballskandal hineingezogen wurde und gegen seinen Sohn Davide in Rom ein Ermittlungsverfahren läuft. dpa

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