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WM-Qualifikation : Auch Schweiz und Belgien vorzeitig durch

Neben Deutschland konnten sich am Freitagabend auch die Schweiz und Belgien bereits für die WM-Endrunde qualifizieren. Gute Karten haben vor dem letzten Spieltag am kommenden Dienstag auch England, Russland und Spanien.

Bayern-Spieler Xherdan Shaqiri fährt mit der Schweiz zur WM.
Bayern-Spieler Xherdan Shaqiri fährt mit der Schweiz zur WM.Foto: dpa

Die Schweiz und Belgien haben sich wie Deutschland vorzeitig für die Fußball-WM 2014 qualifiziert. Dank der Treffer von Bayern-Profi Xherdan Shaqiri und Verteidiger Michael Lang setzten sich die Schweizer mit Trainer Ottmar Hitzfeld 2:1 (0:0) in Albanien durch und lösten so früh wie noch nie ihr Ticket für die Endrunde.

Damit haben schon fünf Nationen aus Europa ihr Ticket für Brasilien sicher: Der ehemalige Weltmeister Italien und Ex-Europameister Niederlande hatten die Qualifikation schon zuvor geschafft. Neben Gastgeber Brasilien stehen zudem Argentinien, Australien, Iran, Japan, Südkorea, USA und Costa Rica als Endrunden-Teilnehmer fest.

Schweden beendete in der deutschen Gruppe den WM-Traum von Österreich. Nachdem die Skandinavier nach einem Tor des Stuttgarter Martin Harnik (29.) zunächst zurücklagen, drehten Martin Olsson (56.) und Superstar Zlatan Ibrahimovic (86.) die Partie. Die Schweden haben damit vor dem Spiel gegen Deutschland Platz zwei sicher.

England muss um die direkte Qualifikation weiter bangen. In Wembley gelang zwar ein 4:1 (0:0) gegen Montenegro. Doch die Ukraine siegte mit 1:0 (0:0) gegen Polen, liegt nur einen Punkt zurück (18) und reist zum Gruppenfinale nach San Marino, während England gegen Polen ran muss.

In Zagreb avancierte Romelu Lukaku mit zwei Treffern zum Matchwinner (15. und 38. Minute) für die Belgier, bei denen Bayern-Verteidiger Daniel van Buyten in der Startelf stand. Durch den Sieg hat das unter dem früheren Schalke-Profi Marc Wilmots wiedererstarkte Team nun 25 Punkte verbucht und sich zum insgesamt zwölften Mal die Teilnahme an einer WM-Endrunde gesichert.

Deutschlands Weg nach Brasilien
Deutschland hat sich im letzten Gruppenspiel in Schweden keine Blöße gegeben und sogar noch eine kleine Revanche für das 4:4 im Hinspiel geschafft. Brasilien kann kommen. Doch der Reihe nach. Die Reise durch Europa und fand in Solna ihren erfolgreichen Schlusspunkt. Was zuvor geschah sehen Sie hier in unserer Bildergalerie.Weitere Bilder anzeigen
1 von 23Foto: Imago
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„Wir haben hart gearbeitet, um dort zu sein. Wir haben ein großes Spiel gemacht“, sagte Mittelfeld-Regisseur Eden Hazard im belgischen Fernsehen. Für den Gruppenzweiten Kroatien (17), der durch Niko Kranjcar zum Anschluss traf (83.), bleibt nur die Hoffnung, über die Play-offs noch die vierte WM-Teilnahme zu erreichen.

Spannung verspricht der Dienstag in Gruppe G: Bosnien hat nach einem souveränen 4:1-Pflichtsieg gegen Außenseiter Liechtenstein ebenso wie Griechenland durch ein 1:0 gegen die Slowakei 22 Punkte auf dem Konto. Das Team des früheren Bundesliga-Profis Edin Dzeko ist aber wegen des deutlich besseren Torverhältnisses Tabellenführer und könnte mit einem Auswärtssieg am Dienstag in Litauen aus eigener Kraft die Qualifikation perfekt machen – es wäre der größte Erfolg der Verbandsgeschichte, nachdem die Mannschaft zuletzt zwei Mal in der Relegation an Portugal gescheitert war.

Auf einen erneuten Auftritt in eben jener Relegation müssen sich die Portugiesen auch diesmal wieder einstellen. Der letztjährige EM-Halbfinalist kam in Lissabon nur zu einem 1:1 (1:0) gegen Israel und hat vor dem
abschließenden Spieltag in der Gruppe F drei Punkte Rückstand auf Spitzenreiter Russland und die deutlich schlechtere Tordifferenz. Ben Basat schockte die Portugiesen in der 85. Minute mit dem Ausgleich, nachdem die Führung durch Ricardo Costa (27.) lange gehalten hatte. Russlands Auswahl hatte zuvor mit dem 4:0 in Luxemburg ihre Pflicht erfüllt. Im letzten Spiel am kommenden Dienstag müssen die Russen bei der von Berti Vogts betreuten Auswahl Aserbaidschans antreten und können schon mit einem Unentschieden den Gruppensieg perfekt machen. Portugal empfängt Außenseiter Luxemburg und benötigt neben einer russischen Niederlage einen
eigenen Kantersieg. Anderenfalls geht es in die Play-offs.

Hinter den Niederländern, die Ungarn 8:1 deklassierten, bleibt der Kampf um den zweiten Platz in der Gruppe D spannend. Die Türkei (16) schob sich zwar dank eines 2:0 in Estland wie Rumänien (4:0 in Andorra/16) vorerst vor die Ungarn (14). Doch zum Abschluss haben die Türken in Gruppensieger Niederlande den schwierigsten Gegner. In der Gruppe B hat Dänemark nach einem 2:2 gegen die qualifizierten Italiener noch Chancen auf die Play-off-Spiele. Aber neben Bulgarien können mit theoretischen Chancen auch noch Tschechien und Armenien mit Dortmunds Henrich Mchitarjan auf Platz zwei hoffen.

Welt- und Europameister Spanien besiegte am in Palma de Mallorca die Auswahl Weißrusslands 2:1 (0:0) und geht in Gruppe I mit einem Drei-Punkte-Vorsprung gegenüber Verfolger Frankreich in das letzte Spiel am Dienstag gegen Georgien. Frankreich, das am Freitag in einem Testspiel Australien mit 6:0 besiegte, trifft zum Abschluss auf Finnland. Die Spanier taten sich gegen den Außenseiter aber lange schwer, ehe Mittelfeldstar Xavi vom FC Barcelona in der 61. Minute für die erlösende Führung sorgte. Anschließend traf noch Alvaro Negredo (78.). Der Anschlusstreffer der Weißrussen durch Sergej Kornilenko (89.) kam zu spät. Wie schon zuletzt bei Real Madrid saß Welttorhüter Iker Casillas auch bei den Spaniern nur auf der Ersatzbank. Noch am Donnerstag war die Austragung des Spiels ungewiss, nachdem die Explosion eines Stromgenerators im Son-Moix-Stadion die gesamte
Stromversorgung zum Erliegen gebracht hatte. Zwei Arbeiter waren bei der Detonation schwer verletzt worden, sie erlitten schwere Verbrennungen. Ein Dritter kam mit leichten Verletzungen davon. (dpa)

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