Sport : WM-Qualifikation: England wähnt sich schon in Asien

Hauptsache gewonnen. Der Gala von München ließen Englands Fußballer auf dem Weg zur WM eine glanzlose Pflichtübung folgen. "Uff - das war eine Tortur", verkündete der "Mirror" nach dem mühsamen 2:0-Sieg der englischen Nationalmannschaft gegen Albanien in Newcastle - und fügte süffisant hinzu: "Es gibt keine leichten Spiele mehr im internationalen Fußball - außer gegen die Deutschen."

Nach seinen drei Toren gegen Deutschland avancierte erneut Michael Owen zum Matchwinner. Mit seinem erlösenden Führungstreffer gegen Albanien ließ der 21-jährige Stürmer des FC Liverpool 50 000 Zuschauer und 30 Millionen Fans vor den TV-Geräten nach 44 Minuten Bangen endlich aufatmen. Den Schlusspunkt setzte Owens Sturmpartner vom FC Liverpool, Robbie Fowler, erst kurz vor dem Ende.

Die Rechnung vor dem letzten Qualifikationsspiel am 6. Oktober gegen Griechenland ist einfach: Nach der Übernahme der Tabellenführung in der Gruppe 9 vor den punktgleichen Deutschen genügt den mit einer um sechs Treffer besseren Tordifferenz ausgestatteten Engländern ein knapper Erfolg gegen das Team von Otto Rehhagel. Und die Generalprobe ging für die Griechen beim 1:5 in Finnland voll daneben.

Englands Boulevard-Blätter feierten bereits die vorzeitige WM-Teilnahme. "Land der aufgehenden Sonne, wir kommen", tönte "The Mirror". Das Massenblatt "The Sun" wähnte die Kicker aus dem Mutterland des Fußballs bereits "auf dem Gipfel der Welt". Doch Kapitän Beckham warnt vor verfrühter Euphorie: "Wir haben immer noch ein Spiel zu gewinnen." Und auch Trainer Sven-Göran Eriksson mahnte inständig: "Wir haben noch nicht die WM gewonnen."

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