Sport : WM-Qualifikation: Keine Hilfe von Albanien

Deutschland hat vergeblich auf einen Ausrutscher der englischen Fußball-Nationalmannschaft gehofft. Vier Tage nach dem 5:1-Erfolg von München besiegte das Team von Sven-Göran Eriksson gestern Abend in Newcastle Albanien mit 2:0. England übernimmt damit in der Gruppe 9 dank der besseren Tordifferenz die Tabellenführung vor den Deutschen. Nur der Gruppenerste qualifiziert sich direkt für die Weltmeisterschaft in Japan und Südkorea.

Michael Owen, der am vorigen Samstag beim 5:1 in München gegen Deutschland schon dreimal getroffen hatte, erzielte im St. James Park von Newcastle den Führungstreffer für die Engländer. Allerdings musste seine Mannschaft, die sich gegen die Albaner lange schwer tat, bis zur 44. Minute auf das erlösende 1:0 warten. Robbie Fowler machte den Sieg für den neuen Gruppen-Ersten dann in der 88. Minute klar. Die Entscheidung über den Gruppensieg fällt am 6. Oktober in einem Fernduell: England, das nun die besseren Karten in der Hand hält, empfängt Griechenland, die DFB-Auswahl trifft parallel in der Arena Auf Schalke in Gelsenkirchen auf Finnland.

Nach Titelverteidiger Frankreich und Polen haben sich aus Europaauch Spanien und Schweden bereits für die Endrunde qualifiziert. Die Spanier gewannen durch Tore von Raul (17.) und Nadal (77.) mit 2:0 in Liechtenstein, Schweden siegte dank später Tore von Henrik Larsson (88.) und Anders Andersson (90.) glücklich mit 2:1 (0:0) in der Türkei. Hakan Sükür (52.) hatte die Türken, die noch eine Chance über die Relegation der Gruppen-Zweiten haben, in Führung geschossen.

Damit haben sich mittlerweile zwölf Teams für das WM-Championat im kommenden Jahr qualifiziert. Neben den vier Teams aus Europa stehen auch die WM-Gastgeber Japan und Südkorea sowie Tunesien, Nigeria, Kamerun, Südafrika, Senegal und Argentinien als WM-Starter fest. Das spielfreie Italien (17) hoffte in der Gruppe 8 vergeblich auf einen Stolperer Rumäniens (15), das 2:0 in Ungarn gewann. Italien kann aber am 6. Oktober im Heimspiel gegen Ungarn aus eigener Kraft alles klar machen.

Einen großen Schritt Richtung Asien haben am vorletzten Spieltag Dänemark (2:0 in Bulgarien), Russland (3:0 auf den Färöer Inseln) und Portugal getan. Durch das 3:1 der Portugiesen gegen Zypern ist Holland endgültig aus dem Rennen um die WM-Teilnahme. Einen erfolgreichen Abend erlebte hingegen Herthas belgischer Nationalspieler Bart Goor. Beim 2:0 über Schottland erzielte er einen Treffer. Dagegen gab es für Otto Rehhagel nichts zu feiern. Sein Debüt als griechischer Nationaltrainer geriet beim 1:5 (1:4) in Finnland zum Debakel. Mit ihrer Vorstellung von Helsinki erweckten die Griechen nicht den Eindruck, als könnten sie den Deutschen in fünf Wochen in England besondere Hilfe leisten. Gegen wen die Deutschen als Gruppenzweiter in der Relegation antreten müssten, ist weiterhin offen. Sowohl die Ukraine als auch Weißrussland gewannen gestern ihre Spiele.

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