WM-Qualifikation : Pander vor Comeback in Nationalmannschaft

Der Kader für die WM-Qualifikationsspiele gegen Liechtenstein und Finnland steht. Wieder dabei sind Christian Pander und Marcell Jansen. Doch Joachim Löw ließ auch bewährte Kräfte zu Hause.

Christian Pander
Christian Pander stellt seine linke Klebe bald wieder in den Dienst der Nationalelf. -Foto: dpa

Berlin"Freistoß-Spezi" Christian Pander steht vor seinem Comeback in der deutschen Fußball-Nationalmannschaft. Der Schalker wurde einen Tag nach seinem 25. Geburtstag von Joachim Löw in das 21-köpfige DFB-Aufgebot berufen, das am 6. September in Liechtenstein und vier Tage später in Finnland in die WM-Qualifikation startet. "Leider war Christian in den letzten Monaten oft verletzt und gehörte deshalb auch nicht zum EM-Aufgebot. Die Vorbereitung auf die neue Saison hat er jedoch komplett absolviert, daher ist er in einer sehr guten körperlichen Verfassung", begründete der Bundestrainer den Zuschlag für Pander und verwies besonders auf die "sehr guten Standards" des Linksverteidigers.

Seine beiden bisherigen Länderspiele hatte Pander vor einem Jahr gegen England (2:1) und Wales (2:0) bestritten. Beim Sieg im neuen Londoner Wembley-Stadion im August 2007 war der Schalker sogar Siegtorschütze. Später warf den Hobby-Musiker, der wegen eines Innen- und Kreuzbandrisses schon von April 2005 bis September 2006 pausiert hatte, eine erneute Verletzung zurück. "Wenn er fit und gesund ist, ist er immer ein Kandidat für die Nationalmannschaft", stufte der Bundestrainer den gebürtigen Münsteraner Pander nun als einen heißen Kandidaten für die WM in Südafrika ein.

Borowski, Jones und Friedrich nicht dabei

Löw nominierte für den Qualifikations-Start alle 18 Spieler, die beim 2:0 zum Saison-Auftakt gegen Belgien dabei waren. Dazu kehren die in Nürnberg fehlenden Routiniers Michael Ballack und Torsten Frings wie erwartet zurück. Auf seine Berufung warten muss Tim Borowski. Wegen Verletzung oder Fitness-Defiziten fehlen René Adler, Per Mertesacker, Arne Friedrich und Jermaine Jones. "Ich habe mit beiden ein Gespräch geführt und wir sind uns einig, dass es besser ist, wenn sie die zweiwöchige Bundesligapause für ein intensives Fitness- und Regenerationsprogramm nutzen", begründet der Bundestrainer den Verzicht auf den Schalker Jones und den Berliner Friedrich, obwohl beide bei ihren Klubs schon wieder spielen.

Erstmals als "Hamburger Junge" wird Marcell Jansen am kommenden Dienstag zum Treffpunkt der Nationalmannschaft in die Sportschule Oberhaching anreisen. Am Abend desselben Tages steht in München das Abschiedsspiel für Oliver Kahn als "lockerer Aufgalopp" (Löw) auf dem Programm. "Wir freuen uns auf dieses Spaßspiel. Es soll ein schönes Fest werden, bei dem das Ergebnis völlig nebensächlich ist", erklärte der DFB-Chefcoach, der ausdrücklich den Wechsel von Jansen weg von Jürgen Klinsmann und dem FC Bayern begrüßte. "Denn in Hamburg hat er nunmehr die Chance, regelmäßig zu spielen. Es ist ein Schritt, der ihn in seiner Entwicklung sicherlich ein Stück weiter bringt", sagte Löw. Der 28-malige Nationalspieler Jansen hatte bei den Bayern auf der linken Seite nur ganz geringe Chancen auf einen Stammplatz.

Schon vor der offiziellen Nominierung hatte Löw den Hannoveraner Robert Enke als seine derzeitige Nummer 1 bestätigt, Tim Wiese wurde als Torwart Nummer 2 berufen. Der Bremer gehört wie Pander, Serdar Tasci, Marko Marin und Patrick Helmes zu jenen Spielern, die bei der Europameisterschaft in der Schweiz und Österreich noch nicht dabei waren. (dw/dpa)

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