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WM-Qualifikation : Spanien nur Remis, England souverän

Weltmeister Spanien ist in der WM-Qualifikation über Finnland gestolpert und hat die Tabellenführung an Frankreich verloren. England und die Niederlande blieben souverän. Serbiens Trainer Mihajlovic steht nach dem 0:2 in Kroatien in der Kritik.

David Villa (r.) kam mit seinen Spaniern nicht über ein 1:1 gegen Finnland hinaus.
David Villa (r.) kam mit seinen Spaniern nicht über ein 1:1 gegen Finnland hinaus.Foto: Reuters

Enttäuschungen für Weltmeister Spanien und Portugal, klare Siege für das Trio England, Frankreich, Niederlande und Achtungserfolge für die Fußball-Zwerge Island und Albanien: In der entscheidenden Phase der Qualifikation für die WM 2014 in Brasilien hat es die eine oder andere Überraschung gegeben.

Welt- und Europameister Spanien kam vor eigenem Publikum in Gijon nicht über ein 1:1 (0:0) gegen Finnland hinaus und verlor die Tabellenführung in der Gruppe I an Frankreich. Die Franzosen gewannen am Freitag gegen Georgien mit 3:1. Am Dienstag kommt es in Paris zum direkten Duell der beiden Spitzenteams. Bei einer Niederlage hätten die Iberer dann schon fünf Punkte Rückstand auf Frankreich. Schalkes Teemo Pukki versetzte den Spaniern den Dämpfer. Der Bundesliga-Profi erzielte elf Minuten vor Spielschluss zum Entsetzen der Gastgeber den Treffer zum 1:1 (0:0)-Endstand. Sergio Ramos von Real Madrid hatte die Spanier in Führung gebracht (49.). Für Frankreich trafen Olivier Giroud (45.+1), Mathieu Valbuena (47.) und Bayern Münchens Franck Ribéry (61.).

Vize-Weltmeister Niederlande dagegen eilt mit einer makellosen Bilanz souverän in Richtung WM-Endrunde in Brasilien. Gegen Estland feierte das Team von Bondscoach Louis van Gaal in Amsterdam einen 3:0 (1:0)-Erfolg. Die Holländer verteidigten mit dem fünften Sieg im fünften Spiel und der Maximalausbeute von 15 Punkten den ersten Platz in der Gruppe D. HSV-Star Rafael van der Vaart (47. Minute), Robin van Persie (72.) und Ruben Schaken (84.) trafen für Oranje.

Die Engländer stockten ihr Torkonto auf. Das Team von Trainer Roy Hodgson machte aus dem Pflichtspiel in San Marino ein Schützenfest: Am Ende stand es 8:0 im Stadio Olimpico. Schon zur Hälfte führten die Gäste mit 5:0 - so viele Tore waren ihnen zuletzt 1999 in einem ersten Spielabschnitt gelungen. Mit einem Eigentor leitete Alessandro Della Valle in der zwölften Minute den Reigen ein. Alex Oxlade-Chamberlain (28.), Jermain Defoe (35./78.), Ashley Young (39.), Frank Lampard (42.) Wayne Rooney (54.) und Daniel Sturridge (70.) trugen sich danach in die Torschützenliste ein. In der Gruppe H bleiben die Engländer (11 Punkte) dennoch nur Zweiter: Montenegro verteidigte mit einem 1:0 in Moldau die Führung (13).

Beim brisanten Duell zwischen Kroatien und Serbien in Zagreb sorgten zwei Bundesliga-Profis für die Entscheidung. Mario Mandzukic (23.) vom FC Bayern München und Wolfsburgs Ivica Olic (37.) besiegelten das 2:0 über Serbien. Wie von vielen Sportfunktionären befürchtet, pfiffen die kroatischen Zuschauer die serbische Hymne aus. Die Kroaten feierten damit den vierten Sieg im fünften Spiel. In der Gruppe A übernahmen sie vorerst mit 13 Punkten die Führung vor Belgien. Tabellendritter ist Serbien (4 Punkte), die zunehmend ums WM-Ticket bangen müssen, weil nur der Gruppenerste automatisch qualifiziert ist. Die serbische Presse lastete dem serbischen Coach Sinisa Mihajlovic das 0:2 gegen den Erzrivalen an. „Wir sind das Letzte vom Letzten“, kommentierte die Zeitung „Blic“ das drohende Aus ihrer Mannschaft in der Qualifikation: „Hau ab, Mihajlovic! Wir haben Deine Fehler satt!“

Auch beim 2:1-Erfolg der Isländer avancierte ein bekanntes Gesicht zum Matchwinner. Dem ehemaligen Hoffenheimer Gylfi Sigurdsson (55./78. Minute) gelang in Ljubljana ein Doppelpack. In der Gruppe E verbesserten die Isländer ihr Punktekonto auf neun Zähler. Zudem verdarb die Mannschaft um den zweimal erfolgreichen Angreifer von Tottenham Hotspur auch dem ehemaligen Nationalverteidiger Srecko Katanec das Comeback auf der Trainerbank der Slowenen. Ebenfalls auf drei Siege und neun Punkte stockte Albanien seine Bilanz durch das 1:0 in Oslo auf und kletterte hinter der Schweiz auf Platz zwei. Dritter sind die punktgleichen Isländer.

Auch Portugal ist nach fünf Spielen nur Dritter. Der Rückstand auf Russland, dessen Partie in Nordirland wegen winterlicher Witterung auf diesen Samstag verlegt wurde, beträgt aber nach dem 3:3 bei den zweitplatzierten Israelis schon vier Punkte. Bei einem russischen Sieg könnte er auf sieben Zähler wachsen, nachdem Ronaldo und Co. aus Ramat Gan nur einen Punkt mitnehmen konnten. (dpa/Tsp)

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