Sport : WM-Skandal um französisches Team: Anelka bereut nach Ausschluss nichts

Paris - Keine Einsicht, dafür neue Attacken von Frankreichs Stürmer Nicolas Anelka: Im ersten Interview rund vier Wochen nach seiner Schimpfkanonade gegen den damaligen Nationalcoach Raymond Domenech rechtfertigte Anelka seinen Aussetzer bei der Fußball-WM in Südafrika. „Das musste irgendwann einmal explodieren“, sagte der 31 Jahre alte Profi des FC Chelsea der Zeitung „France Soir“. Hätte er nicht geschimpft, hätte das ein anderer getan. Alle im Team seien einer Meinung gewesen.

Anelka widersprach Medienberichten, wonach die Rädelsführer im Team in Südafrika jüngere Kollegen zu jenem Trainingsboykott genötigt hätten, mit dem sie gegen den Anelka-Ausschluss protestiert hatten. „Alle waren solidarisch. Wenn es Spieler gab, die damals doch trainieren wollten, dann sollen die jetzt reden“, forderte Anelka.

Frankreich war in Südafrika mit zwei Niederlagen und einem Unentschieden nach der Vorrunde ausgeschieden. Vor allem die vielen Skandale abseits des Platzes mit der Tirade Anelkas in der Halbzeit des Mexiko-Spiels (0:2), dem Ausschluss des Stürmers und dem Trainingsstreik riefen Empörung hervor. Selbst Staatspräsident Nicolas Sarkozy hatte sich eingeschaltet. FRANCE SOIR]dpa

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben