Sport : Wo Aberglaube stürmt Warum sich Hertha versteckt

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Das Versteckspiel von Hertha BSC begann um 13 Uhr. Da hieß es: Das Abschlusstraining vor dem Spiel gegen Leverkusen findet nicht wie geplant auf dem Trainingsgelände statt – „sondern im Trainingslager“. Nur: Im DorintHotel in Potsdam, wo die Profis seit zwei Jahren vor Spielen schlafen, hatte Manager Dieter Hoeneß am Nachmittag zuvor angerufen und kurzfristig abgesagt. Schon vor zwei Wochen wurde die Sitzordnung beim Abendessen geändert, die Spieler saßen an einer langen Tafel statt an runden Tischen. Aberglaube total. Irgendwie muss es ja klappen mit dem ersten Sieg. Doch es klappte nicht. Jetzt ist das Dorint-Hotel das erste Opfer der Krise geworden, die Spieler zogen um. Wohin? „Keine Auskünfte“, hieß es bei Hertha. Absolute Ruhe. Vor Fans. Vor Reportern. Am Nachmittag war das Versteckspiel verloren, der Bus war entdeckt: 30 Kilometer nordwestlich von Berlin, am Beetzer See. Wenn’s denn hilft. AG

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