Sport : Wodkalaune

Ulrich Zawatka-Gerlach

Zwei Jahre saß er im Knast, weil ihn ein Kumpel überredet hatte, Haschisch aus Schweden über die norwegische Grenze zu schmuggeln. Kurz vor Weihnachten wird Dan Kaspersen entlassen und muss als Erstes den jüngeren Bruder zu Grabe tragen. Selbstmord. Jedenfalls sagt das die Polizei in dem Nest, an dessen Rand der Bauernhof der Eltern steht, die bei einem Autounfall ums Leben kamen. Zum Thema Online Spezial: Die große Sonderseite zur Buchmesse
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Dan zieht dort ein, schlachtet die halb verhungerten Schweine, die der Bruder hinterließ, wird in eine Prügelei verwickelt und eines Verbrechens beschuldigt. Von der Familie ist ihm nur ein Onkel geblieben. „Weißt du, was Kolumbus als Einziges entdeckt hat?“, fragt der ihn. „Amerika?“ „Dass er sich verirrt hat“, antwortet der Onkel. Am Ende versinkt nicht nur Dans Heimatdorf im Schnee. Eine Kriminalgeschichte aus den norwegischen Wäldern, gut zu lesen an Novembertagen.

Levi Henriksen : Bleich wie der Schnee. Aus dem Norwegischen von Gabriele Haefs. Droemer Verlag, München. 336 Seiten, 19,90 €.

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