Sport : Wörns attackiert Klinsmann Nationalspieler empört über Nichtnominierung

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Hamburg Mit heftiger Kritik an Bundestrainer Jürgen Klinsmann hat Christian Wörns auf seine Aussortierung aus der deutschen Fußball-Nationalmannschaft für die Länderspiele in der Türkei (8. Oktober) und gegen China (12. Oktober) reagiert. „Ich habe immer gedacht, es geht nach Leistung. Aber das ist bei mir anscheinend nicht der Fall“, sagte der 33-Jährige am Dienstag der Online-Ausgabe des Fußball-Magazins „kicker“. Neun Monate vor der WM 2006 im eigenen Land wollte der Dortmunder selbst einen Rücktritt aus der Nationalmannschaft nicht ausschließen. „Im Moment bin ich ein bisschen rat- und sprachlos. Ich weiß nicht, wie ich das deuten soll.“ Wörns hatte lediglich eine Einladung zum Fitnesstest am 3. und 4. Oktober erhalten, an dem insgesamt 26 Spieler teilnehmen sollen.

Die Nachricht von seiner Nichtnominierung hatte Klinsmann dem seit 1992 in 66 Länderspielen erprobten Routinier auf der Mailbox seines Mobiltelefons hinterlassen. Zudem hatte der Bundestrainer in einer vom DFB verbreiteten Pressemitteilung erklärt, der 20 Jahre junge Per Mertesacker und der 19-jährige Lukas Sinkiewicz hätten „derzeit leicht die Nase vorn“. Wörns gab sich von dieser Aussage enttäuscht und überrascht: „Dass jemand die Nase vorn haben soll oder dass Spieler dabei sind, die in ihrem Verein nicht mal zum Kader gehören, das kann ich nicht mehr nachvollziehen.“

Möglicherweise war die Nichtnominierung die Reaktion Klinsmanns auf die schwache Leistung von Wörns beim 2:2 gegen die Niederlande. Das will sich der Abwehrspieler indes nicht vorstellen: „Falls das so wäre, dürfte Jürgen Klinsmann elf Spieler nicht wieder einladen. Man kann sich da nicht einen rauspicken und sagen, der ist schuld.“ Wörns kündigte an, so schnell wie möglich das Gespräch mit dem Bundestrainer zu suchen: „So kann man seine Aussagen nicht stehen lassen.“ dpa

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