Wolfsburg - Freiburg 2:1 : Wölfe im Aufschwung dank Grafite

Mit dem dritten Sieg in Folge haben die Wölfe den schlechten Saisonstart wieder ausgebügelt. Matchwinner war erneut der Brasilianer Grafite mit seinem zweiten Doppelpack innerhalb von vier Tagen.

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Erneut treffsicher: Grafite erzielt seinen zweiten Doppelpack in nur vier Tagen.
Erneut treffsicher: Grafite erzielt seinen zweiten Doppelpack in nur vier Tagen.Foto: dapd

Der Gewinner der Woche war vom Matsch gezeichnet. Dass der schmutzige, aber glückliche Grafite gestern der umjubelte Spieler des VfL Wolfsburg war, liegt an seiner Geschichte und an seinen Toren. Seit der Rückkehr des lange Zeit zum Reservisten degradierten Torjägers in die Anfangsformation der Niedersachsen gibt es wieder Siege in Serie zu bejubeln. Diese Mal steuerte Grafite zwei Kopfballtore zum 2:1 (1:1)-Heimsieg der Wolfsburger gegen den SC Freiburg bei. Es war ein mühevoller Sieg, für den viel gekämpft und gegrätscht werden musste. „Aber wir haben die Kurve gekriegt“, sagte VfL-Manager Dieter Hoeneß über neun Punkte, die die Wolfsburger innerhalb einer Woche eingespielt haben und die sie zum Tabellensechsten machen.

Der hohe Favorit musste um den Sieg lange zittern, weil sein Rivale frech aufgetreten war. Die Freiburger kamen mit dem matschigen Boden gut zurecht, der Ball lief gut durch ihre Reihen. Was die Profis des VfL Wolfsburg mit lang geschlagenen Pässen und viel Athletik versuchten, erledigten die Freiburger mit Spielwitz, dem eine hohe Ballsicherheit zugrunde lag. Selbst der Führungstreffer des Gastgebers von Grafite (25. Minute), der nach einer Freistoß-Flanke von Diego seine körperlichen Vorteile gegenüber Verteidiger Julian Schuster rigoros ausspielte, brachte die Breisgauer nur kurz aus der Ruhe. Nach einem Festival der Fehler und Querschläger im Wolfsburger Strafraum erzielte Papiss Cissé (36.) mit einem wuchtigen Schuss unter die Latte den Ausgleich und verfehlte nach dem Seitenwechsel einmal das leere Tore.

Es bleibt eines der großen Rätsel der noch jungen Saison, warum es kleinen Klubs wie dem SC Freiburg gelingt, sich gegen die eigentlichen Schwergewichte der Liga so gut zu behaupten. Sie zeigen keinen Respekt vor großen Namen. Warum auch. Was VfL-Star Diego gestern zeigte, ließ nicht erahnen, dass er zu den teuersten Spielern in Deutschland zählt. Der Brasilianer verdribbelte erschreckend viele Bälle und schaffte es aus dem Spiel heraus so gut wie gar nicht, das Sturmduo Grafite und Edin Dzeko in Szene zu setzen. Es waren aber sein Ballgefühl bei Freistößen und der bullige Körper von Grafite, die zum Erfolg führten. Dass es auch beim Siegtreffer von Grafite (64.) eine Standardsituation sein musste, mit deren Hilfe der VfL Wolfsburg die Freiburger bezwang, sorgte vor 26 204 Zuschauern für verhaltenen Applaus.

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