Wolfsburg - Hamburg : HSV bleibt Bayern-Jäger Nummer eins

Unbeeindruckt vom Europacup-Aus hat der HSV den VfL Wolfsburg mit 1:0 geschlagen. Das Tor erzielte erneut Benjamin Lauth.

Wolfsburg - Der Hamburger SV hat das Ausscheiden aus dem UEFA-Cup gut verkraftet und bleibt nach dem 1:0 (1:0) beim VfL Wolfsburg erster Verfolger von Bundesliga-Tabellenführer Bayern München. Benjamin Lauth (22.) erzielte am Samstag vor 28.095 Zuschauern in der Volkswagen Arena das Tor für den Tabellen-Zweiten, der vor dem Spitzenspiel zwischen Bayern und Schalke 04 am Sonntag nur noch drei Punkte hinter den Münchnern zurückliegt. Der VfL muss nach der elften Saison-Niederlage hingegen mehr und mehr um den Verbleib in der Eliteklasse bangen.

Bei empfindlicher Kühle kamen die formverbesserten Hausherren, bei denen der angeschlagene Torjäger Diego Klimowicz zunächst nur auf der Bank saß, als erste auf Betriebstemperatur. Nach nur acht Minuten ging ein Direktschuss von Mittelfeldspieler Hans Sarpei knapp am linken Pfosten vorbei. Eine Minute später landete ein Kopfball von Angreifer Mike Hanke neben dem rechten Pfosten.

Für den zuletzt so treffsicheren Hanke war die erste nennenswerte Gelegenheit allerdings auch seine letzte. Der Nationalstürmer zog sich bei der Aktion eine schwere Beckenprellung zu und musste das Spielfeld bereits in der 17. Minute verlassen. Für ihn rückte in Steve Marlet Wolfsburgs Stürmer Nummer vier in die Angriffsformation.

Das Wolfsburger Bemühen war auch nach dem frühen Rückschlag deutlich zu sehen, die nachhaltigen Akzente setzte aber der cleverer wirkende Kontrahent. Nach einem Warnschuss von Nigel de Jong (21.), den VfL-Torhüter Simon Jentzsch im letzten Moment über die Latte lenken konnte, war eine Minute später Lauth zur Stelle. Der Angreifer schloss einen von Sergej Barbarez mustergültig inszenierten Konter zu seinem dritten Tor innerhalb einer Woche ab. Jentzsch war machtlos.

Am optischen Bild der durchaus ansehnlichen Partie änderte der HSV-Treffer nichts. Der VfL bemühte sich, brachte die sichere Abwehr der Hanseaten bis zum Wechsel aber nicht einmal wirklich in Verlegenheit. Auf der anderen Seite hätten Rafael van der Vaart (25.), Daniel van Buyten (32./41.) und erst recht Barbarez (45.) frühzeitig für eine Vorentscheidung sorgen können.

So aber blieb die Spannung erhalten, erst recht, weil die «Wölfe» auch nach Wiederanpfiff in ihrem Engagement nicht nachließen. Hochkarätige Chancen ergaben sich daraus aber weiter nicht. Der HSV tat seinerseits nur so viel, wie nötig war, um den achten Auswärtssieg zu sichern. Der geriet auch nicht in Gefahr, als Regisseur van der Vaart nach 65 Minuten dem defensiver orientierten Rafael Wicky Platz machte. (tso/dpa)

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