Wolfsburg - Hannover : Brdaric rettet Hecking-Debüt

Dieter Hecking ist dank zweier Tore von Thomas Brdaric ein glänzendes Debüt als Trainer von Hannover 96 geglückt.

Wolfsburg - Die "Roten" sicherten sich unter dem neuen Coach zum Auftakt des 4. Spieltags der Bundesliga beim VfL Wolfsburg mit einem 2:1 (0:0)-Erfolg die ersten drei Zähler und haben die "Rote Laterne" des Tabellenletzten vorerst an den VfL Bochum abgegeben. Wolfsburg hingegen wartet weiter auf den ersten Sieg und musste sich ein gellendes Pfeifkonzert der eigenen Anhänger unter den 26.500 Zuschauern in der Volkswagenarena gefallen lassen. Thomas Brdaric (51., 61.) erzielte beide Tore für die Gäste, den zwischenzeitlichen Ausgleich markierte Jacek Krzynowek (52.).

Beim VfL gab es im Vergleich zum mühsamen 3:1-Erfolg im DFB-Pokal beim FC Bremerhaven zwei personelle Veränderungen. Für Cedrick Makiadi sollte Juan Carlos Menseguez für Druck über die rechte Außenbahn sorgen und Miroslav Karhan ersetzte Jonathan Santana im zentralen Mittelfeld. Hecking vertraute der bei Dynamo Dresden mit 3:2 siegreichen Startformation, baute also erneut auf den unter Ex-Coach Peter Neururer in Ungnade gefallenen Angreifer Thomas Brdaric.

Vom Anpfiff weg entwickelte sich ein zähes Spiel, in dem sich keine der beiden Mannschaften Vorteile erspielen konnte. Kompakt stehend wurde ein konstruktiver Aufbau häufig mit Hilfe von kleinen Fouls konsequent unterbunden. Hinzu kamen etliche Fehlpässe, so dass sich dem Publikum ein zerfahrenes Spiel mit äußerst niedrigem Unterhaltungswert bot. Die einzige Chance im ersten Spielabschnitt resultierte aus der 39. Minute, als sich Hannovers Jiri Stajner über links gegen zwei "Wölfe" durchsetzen konnte, Brdaric und Jan Arnold Bruggink aber knapp an dessen scharfer Hereingabe am Fünfmeterraum vorbeirutschten.

Hannover kam wesentlich schwungvoller aus der Kabine und spielte endlich zielstrebiger in die Spitze. Konsequent dessen war das 1:0 durch Brdaric. Halblinks im 16er angespielt traf der Angreifer unhaltbar ins lange Eck. Wolfsburg zeigte sich aber nicht geschockt und glich im direkten Gegenzug aus. Krzynowek, dem bis dahin nichts gelingen wollte, nahm sich aus 18 Metern ein Herz und traf genau ins Eck. Jetzt war endlich Zug im Spiel und es war vorwiegend Hannover, das sich dafür verantwortlich zeigte. In der 61. Spielminute nutzte Stajner eine Unachtsamkeit in der Hintermannschaft der Hausherren, bediente mustergültig den freistehenden Brdaric, der ohne Mühe zur erneuten Gäste-Führung einnetzte.

Fortan stand Hannover tief im Raum und lauerte auf Konter. Wolfsburg tat sich weiter schwer und ließ die nötigen Ideen aus dem Mittelfeld vermissen. Daran änderte auch das Debüt von Angreifer Isaac Boakye (58.) und die Einwechslungen von Makiadi (68.) und Santana (73.) nichts. So blieb es beim insgesamt verdienten Erfolg der 96er, die mit dem ersten Saisonsieg einen großen Schritt aus der Krise gemacht haben. (tso/ddp)

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