Wolfsburg - Hoffenheim 1:2 : VfL-Fans verhöhnen ihre Mannschaft

Der VfL Wolfsburg wird beim desolaten 1:2 gegen die TSG Hoffenheim von den eigenen Anhängern verspottet. Trainer Felix Magath überrascht wieder mit kuriosen Personalentscheidungen.

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Großes Staunen bei den Spielern: Die Wolfsburger Marcel Schäfer (v. l. n. r.), Felipe Aliste Lopes, Christian Träsch, Petr Jiracek und Torwart Diego Benaglio staunen über den Frust der Fans.
Großes Staunen bei den Spielern: Die Wolfsburger Marcel Schäfer (v. l. n. r.), Felipe Aliste Lopes, Christian Träsch, Petr Jiracek...Foto: dapd

Wolfsburg - Sein schöner Jubellauf ging in einem Pfeifkonzert unter. Natürlich war Sven Schipplock, der die TSG Hoffenheim zu einem 2:1 (1:0)-Erfolg beim VfL Wolfsburg geschossen hatte, die negative Stimmung im Stadion völlig egal. „Ich bin froh, dass ich meiner Mannschaft dabei helfen konnte, sich zu belohnen“, sagte der Jungprofi, den Hoffenheims neuer Trainer Markus Babbel spät eingewechselt hatte. Schipplock sorgte sechs Minuten vor dem Abpfiff für den Höhepunkt einer Partie, in der die TSG nach dem Tor von Robert Firmino in der zweiten Spielminute lange Zeit wie der sichere Sieger ausgesehen hatte. Aber nachdem Patrick Helmes per Elfmeter zum 1:1 ausgeglichen hatte, war der Triumph des Gastes sogar noch einmal kurz in Gefahr geraten.

Es gehörte zu den Kuriositäten dieses völlig missglückten Wolfsburger Heimspiels, dass Torhüter Diego Benaglio vor 23 921 Zuschauern der meist beschäftigte VfL-Profi war. Weil die Hoffenheimer so geschickt und früh störten, wusste sich ihr Gastgeber nicht anders zu helfen, als ständig Rückpässe auf den Torhüter zu spielen. Die Wolfsburger hatten sich von dem früheren Rückstand, dem frechen Auftreten der Hoffenheimer und dem Unmut der eigenen Fans immer mehr verunsichern lassen. Dass der eigene Anhang in der ersten Halbzeit hämisch vom Europapokal und der deutschen Meisterschaft sang, war ein Schuss Ironie, der den meisten Spielern überhaupt nicht weiterhalf. Wolfsburgs Verteidiger Marco Russ musste hinterher zugeben, dass sich der eine oder andere Wolfsburger Spieler von den Schmähgesängen endgültig hatte aus dem Konzept bringen lassen. Christian Otto

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