Wolfsburg - Kaiserslautern 1:2 : Der FCK rettet sich in Wolfsburg

Srdjan Lakic trifft beim 2:1 gegen seinen künftigen Klub und sorgt damit für akute Abstiegsgefahr in Wolfsburg. Sein aktueller Arbeitsgeber, der FCK, ist damit endgültig gerettet.

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Fade away: Wolfsburgs Felix Magath verblasst im Hintergrund, während FCK-Trainer Marco Kurz seine Spieler zum Sieg schreit. Foto: dpa
Fade away: Wolfsburgs Felix Magath verblasst im Hintergrund, während FCK-Trainer Marco Kurz seine Spieler zum Sieg schreit.Foto: dpa

Wolfsburg - Die endgültige Rettung seiner Mannschaft war ihm einen ganz besonderen Ausflug wert. Als die Profis des 1. FC Kaiserslautern ihrem 2:1 (0:1)-Erfolg beim VfL Wolfsburg eine Jubelarie mit ihren Fans folgen ließen, war Srdjan Lakic mit von der Partie. Jener Torjäger, den die Wolfsburger ihrem Gast aus Kaiserslautern zur neuen Saison abspenstig gemacht haben – es bleibt ein großes Stück Ironie, dass Lakic seinen künftigen Arbeitgeber in größte Not geschossen hat. Der Wolfsburger Führung durch Mario Mandzukic hatte der Kroate ein Kopfballtor zum 1:1 und sein Kollege Martin Amedick den Siegtreffer folgen lassen, der Kaiserslautern zum Klassenerhalt reicht und Wolfsburg weiter zittern lässt.

Was die Wolfsburger über 90 Minuten versucht hatten, war an Harmlosigkeit nicht zu überbieten. „Anscheinend haben einige unserer Spieler die Situation falsch eingeschätzt. Die dachten wohl nach dem 1:0, die Saison sei schon zu Ende“, meinte VfL-Trainer Felix Magath. Lediglich VfL-Torschütze Mandzukic, der sich seit Wochen mit hoher Laufbereitschaft und viel Einsatz gegen den drohenden Abstieg wehrt, war voller Entschlossenheit in die Partie gegangen. Doch den Wolfsburgern fiel wenig bis gar nichts ein. Die vielen Versuche von Diego, der immer wieder harmlose Freistöße und Flanken schlug, endeten ohne zählbares Ergebnis. Und in Patrick Helmes, der den gesperrten Grafite im Sturm ersetzt hatte, war ein Stürmer zum Einsatz gekommen, dem Magath eigentlich die nötigen Eigenschaften für den Abstiegskampf abspricht. Helmes bewies gestern mit Nachdruck, dass Magath bei seiner Einschätzung völlig richtig liegt.

Die Mehrheit der 30 000 Zuschauer, die auf einen Befreiungsschlag des VfL gesetzt hatte, war auf dem Nachhauseweg nicht mit Nörgeleien über die eigene Mannschaft, sondern mit Rechenspielen beschäftigt. Im Fernduell mit Eintracht Frankfurt und Borussia Mönchengladbach benötigen die Wolfsburger am Samstag in ihrem Auswärtsspiel bei der TSG Hoffenheim deutlich mehr Mut und Geschick. „Ich kann das Gerede vom hohen Druck und den mentalen Problemen nicht mehr hören. Wir müssen unsere Aufgabe in Hoffenheim gefälligst lösen“, sagte Magath. Christian Otto

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