Wolfsburg - Lautern 1:0 : Wolfsburg siegt zu zehnt

Der VfL Wolfsburg gewinnt zu Hause trotz Unterzahl durch ein Tor von Ashkan Dejagah gegen Kaiserslautern mit 1:0 (0:0), nachdem Abwehspieler Sotirios Kyrgiakos die Rote Karte gesehen hatte.

Christian Otto
Der ehemalige Herthaner Ashkan Dejagah sorgte mit dem einzigen Tor der Begegnung für den 1:0-Sieg seines VfL gegen Kaiserslautern.
Der ehemalige Herthaner Ashkan Dejagah sorgte mit dem einzigen Tor der Begegnung für den 1:0-Sieg seines VfL gegen Kaiserslautern.Foto: dpa

Es war ein Kraftakt der wenig ansehnlichen Art. Dass der VfL Wolfsburg sein Heimspiel gegen den biederen 1. FC Kaiserslautern in Unterzahl mit 1:0 (1:0) gewann, verdient aber dennoch viel Applaus. Scharfe Hereingabe von Marcel Schäfer, Kopfball-Tor von Ashkan Dejagah: Das Wolfsburger Tor des Tages in der 63. Minute bestrafte einen Gegner, der nach einem Platzverweis gegen VfL-Verteidiger Sotirios Kyrgiakos zwar eine Halbzeit lang in Überzahl, aber auch furchtbar harmlos gespielt hatte. 

Es bleibt offensichtlich, was den VfL Wolfsburg weiterhin plagt. Nach einer kuriosen Saisonvorbereitung, die durch späte Personalentscheidungen belastet war, fehlte es dem Team der Niedersachsen auch am 7. Spieltag an der nötigen Harmonie. Wer wie Felix Magath im Vergleich zur Vorwoche sechs neue Profis in seine Anfangself beruft, muss damit rechnen, dass das Zusammenspiel noch verbesserungswürdig ist. Dass dem VfL-Team um Kapitän Christian Träsch wenig einfiel, wurde aber nur bedingt bestraft, weil es dem Gegner noch schlimmer erging 

Die spielerische Armut in einer Partie, die nur 26.779 Zuschauer sehen wollten, war erschreckend groß. Ein kleiner Pluspunkt für den FCK war, dass er mit Kouemaha Dorge Rostand und Itay Shechter zwei Stürmer beschäftigt, die flinke Beine haben. Für den Griechen Kyrgiakos jedenfalls, den wuchtigen Innenverteidiger der Wolfsburger, war dieses Duo zu schnell. Nach einer Serie von Fouls sah der Routinier wegen einer Notbremse gegen Shechter Sekunden vor dem Halbzeitpfiff die Rote Karte. Was den Gastgeber eigentlich hätte schwächen müssen, rüttelte ihn auf. Nach dem Seitenwechsel und dem überraschenden Führungstreffer hatten Kampf und Einsatz auf Wolfsburger Seite gestimmt. Der Treffer von Dejagah, dem sonst wenig gelungen war, blieb aber einer der ganz wenigen Höhepunkte einer schwachen Begegnung.

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