Wolfsburg - Nürnberg 2:1 : Das düstere Drittel verlassen

Der VfL Wolfsburg hat Dank Mario Mandzukic mit 2:1 gegen den 1.FC Nürnberg gewonnen und sich auf den elften Tabellenplatz verbessert.

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Wolfsburg - Auf dem Platz gibt er den Draufgänger. Hinterher wählt Mario Mandzukic meistens den sanften Weg. „Ich mache hier meine Arbeit. Im Moment offenbar ganz gut“, sagte der Kroate bescheiden. Sein frühes Kopfballtor und sein kurz vor Schluss souverän verwandelter Foulelfmeter hätten deutlich mehr Lob in eigener Sache verdient gehabt. Die beiden Treffer ermöglichten dem VfL Wolfsburg mit dem 2:1 (1:0)-Heimsieg gegen den 1. FC Nürnberg ein dringend benötigtes Erfolgserlebnis. Und sie brachten dem Torschützen viel Lob seines kritischen Chefs ein. „Mario ist ein Topstürmer mit internationaler Qualität“, sagte VfL-Boss Felix Magath, der sich bei seinem Torjäger und dem starken Torhüter Diego Benaglio dafür bedankte, dass die hart umkämpfte Partie gewonnen wurde.

Zur allgemeinen Überraschung hatte Magath mit Yohandry Orozco einen in der Bundesliga völlig unbekannten Venezolaner von Beginn an aufgeboten. Es war ohnehin der Tag der Neulinge beim VfL. Während Nachwuchsspieler Bjarne Thoelke als Innenverteidiger zu seinem Erstliga-Debüt kam, weil seine etablierten Kollegen verletzt oder gesperrt waren, durfte sich Orozco wie aus dem Nichts als Kreativspieler versuchen. Beide machten ihre Sache ordentlich und stellten sich einer Nürnberger Mannschaft in den Weg, die ganz schön mutig angetreten war und nur deshalb unterlag, weil sich der eingewechselte Mike Frantz ein Foul an Ashkan Dejagah im Strafraum leistete.

Was die Wolfsburger den Nürnbergern voraus hatten, war ihre Entschlossenheit vor dem Tor. Es gab durchaus eine Phase in dieser Partie, in der die Gäste ein mögliches Erfolgserlebnis auf dem Fuß hatte. Eine Verunsicherung in der Wolfsburger Abwehr, die nach dem Seitenwechsel den verletzten Alexander Madlung durch Jan Polak ersetzen musste, konnte der eingewechselte Christian Eigner zum zwischenzeitlichen 1:1 nutzen. Aber die Nürnberger Angreifer, allen voran der glücklose Alexander Esswein, scheiterten immer wieder am überragenden VfL-Torhüter Benaglio. Christian Otto

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