Sport : Wolfsburg und HSV jubeln im Uefa-Cup

Prag/Wolfsburg - Die Mittel waren unterschiedlich, das Ergebnis das gleiche. Sowohl der VfL Wolfsburg als auch der Hamburger SV zogen am Donnerstagabend in die Zwischenrunde des Uefa-Pokals ein – der VfL mit Offensivkraft und Powerfußball, der Hamburger SV mit einer Rückbesinnung auf die Abwehrarbeit. „Es ist wichtig, dass wir keine Tore kassiert haben“, sagte HSV-Trainer Martin Jol nach dem 2:0 (1:0) bei Sparta Prag, durch das Hamburg die Tabellenspitze in der Gruppe F übernahm. Für Wolfsburg bedeutete der dritte Sieg im dritten Spiel ebenfalls Platz eins in Gruppe E. VfL-Trainer Felix Magath sagte nach dem 3:2 (2:2) gegen den FC Portsmouth sogar, der nächste Gegner (der ebenfalls bereits qualifizierte AC Mailand) müsse sich „warm anziehen“. Als Gruppensieger würden beide deutsche Teams auf leichtere Gegner in der Runde der besten 32 treffen.

„Drei Siege aus den ersten drei Spielen sind einfach unglaublich“, sagte VfL-Stürmer Edin Dzeko nach dem größten internationalen Erfolg der Vereinsgeschichte. „Jetzt ist in Mailand auch der Gruppensieg drin.“ Die Ausgangsposition für die Niedersachsen vor dem Spiel am 17. Dezember in Norditalien könnte kaum besser sein. „Wir haben den Vorteil, dass uns ein Remis reicht. Den wollen wir nutzen“, sagte Magath. Nach früher Führung und zwei schnellen Gegentoren drehte Wolfsburg ein turbulentes Spiel noch. Spielmacher Misimovic konnte es sich sogar leisten, einen Foulelfmeter zu verschießen.

Nicht attraktiv, aber erfolgreich lautete die Devise des HSV beim Gastspiel in Prag. Durch die Tore von Ivica Olic und Mladen Petric ließen die Hamburger in der Tabelle Aston Villa und Ajax Amsterdam hinter sich. „Jetzt wollen wir im letzten Spiel gegen Aston Villa den ersten Platz verteidigen“, sagte Abwehrspieler Joris Mathijsen. Martin Jol entschuldigte die vornehmlich auf Defensive bedachte Darbietung seiner Elf: „Wären wir im Winter nicht in der nächsten Runde, wäre das eine katastrophale Situation für uns gewesen.“ dpa

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