Wüstenrallye : Weiterer Todesfall bei Rallye Dakar

Die 28. Rallye Dakar wird erneut von einem Todesfall überschattet. Auf der 13. Etappe wurde ein junger afrikanischer Zuschauer vom Auto des Letten Maris Saukans erfasst und tödlich verletzt.

Tambacounda/Senegal - Der tragische Unfall ereignete sich kurz nach dem Start von Labé in Guinea ins senegalesische Tambacounda. Der zehnjährige Boubacar Diallo schaute nahe der Ortschaft Kourahoye mit seiner Familie der Rallye zu. Beim Überqueren der Straße wurde der Junge gegen 11.00 Uhr vom Wagen Saukans' getroffen. Auf dem Transport mit dem Rettungshubschrauber ins Krankenhaus von Labé erlag er seinen Verletzungen.

Damit forderte die Rallye Dakar innerhalb von fünf Tagen zwei Todesopfer. Am 9. Januar starb der australische Mottorradfahrer Andy Caldecott nach einem Sturz an einem Halswirbelbruch. Auch 2005 kamen mit dem Spanier Juan Manuel Perez und Fabrizio Meoni (Italien), Motorrad-Sieger 2001 und 2002, zwei Fahrer ums Leben. Insgesamt forderte die 1978 erstmals ausgetragene Rallye schon 47 Todesopfer.

In der Automobil-Wertung steuert der französische Mitsubishi-Pilot Luc Alphand seinem ersten Sieg entgegen, von dem er nur noch 385 Wertungskilometer entfernt ist. Der Vorjahreszweite baute mit seinem zweiten Tagessieg die Führung zum zweitplatzierten Südafrikaner Giniel de Villiers im VW Race-Touareg von zuvor 20:31 auf 22:13 Minuten aus. Mit einem Rückstand von 1:32:31 Stunden behauptete der Spanier Joan-Nani Roma im zweiten Mitsubishi Pajero seinen dritten Platz. Nach der drittletzten Etappe blieb der lange Zeit führende Franzose Stéphane Peterhansel im dritten Mitsubishi Vierter. Der zweimalige Automobil-Gewinner und sechsfache Motorrad-Sieger hat aber bereits einen Rückstand von 3:07:55 Stunden.

In der Motorrad-Wertung steht der Spanier Marc Coma kurz vor seinem ersten Erfolg. Mit einem Vorsprung von 31:16 Minuten auf den französischen Teamkollegen und Vorjahressieger Cyril Despres verteidigte Coma seine Führung. Trotz seines ersten Etappensieges wird der italienische KTM-Pilot Giovanni Sala kaum noch in die Entscheidung eingreifen können. Sein Rückstand betrug am drittletzten Dakar-Tag bereits 1:40:40 Stunden. (Von Toni Hoffmann, dpa)

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