Sport : Wut in Cottbus

Was Energie so verärgerte

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Dieter Krein verschwand wütend in die Tiefgarage. „Nee, über den Schiedsrichter sag’ ich nichts! Nichts!“, schimpfte der Präsident des FC Energie Cottbus, um dann doch klar zu stellen, das „einfach alles Schei… ist. Da zeigen wir eine Stunde lang eine sehr gute Leistung. Und dann so was!“ Der Präsident regte sich darüber auf, dass Schiedsrichter Knut Kirchner den Berliner Josip Simunic nach dessen Foul an einem Cottbuser Spieler nur die Gelbe anstatt der Roten Karte bekommen hatte. Cottbus verlor in jener Phase immer mehr den Faden und verspielte die frühe 1:0Führung. Für Energie war es die vierte Niederlage in Folge. Da die Konkurrenten aus Nürnberg und Mönchengladbach gewannen, hat sich der Abstand der Lausitzer auf den rettenden 15. Tabellenplatz auf sechs Punkte vergrößert. „Es sieht wirklich nicht gut aus“, sagte Trainer Eduard Geyer. „Wir sind manchmal auch zu blöd, wenigstens einen Punkt zu machen.“ Konterchancen boten sich en masse, und „dass wir das zweite Tor einfach nicht gemacht haben, tut sehr, sehr weh“, sagte Manager Klaus Stabach. Die Pläne für die Zweite Liga sind fertig, so mancher Profi schaut sich schon nach einem neuen Arbeitgeber um. Bevor Krein in den Tiefen des Olympiastadion verschwand, fragte er: „Wie sollen wir das denn schaffen? Das geht doch gar nicht mehr, oder?“ AG

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