Sport : Wutbürger im Riesenslalom: Dopfer fährt auf Rang sieben

Alta Badia - Das Lächeln von Fritz Dopfer im Zielbereich wurde immer breiter, je länger das Rennen dauerte. Mit einem furiosen zweiten Lauf schob sich der 24-Jährige aus Garmisch-Partenkirchen beim Riesenslalom in Alta Badia von Rang 19 auf sieben nach vorn und bestätigte mit der dritten Top-Ten-Platzierung seinen Sprung in die erweiterte Weltspitze. „Das ist definitiv ein super Gefühl und Bestätigung, dass ein richtig guter Lauf gelungen ist“, sagte der Skirennfahrer am Sonntag über seine zweitbeste Zeit im Finale. Nachdem zunächst zehn Fahrer an seiner Bestmarke gescheitert waren, rückte unter anderem auch noch Sieger Massimiliano Blardone vorbei.

Im zweiten Durchgang erreichte Dopfer die gleiche Zeit wie der Italiener Blardone in seiner Heimat. „Das war schon eine Nummer für sich, das muss man hoch anerkennen“, sagte Alpinchef Wolfgang Maier, der sich über eine lange vermisste Stärke in der einstigen Problemdisziplin Riesentorlauf freute. Zuletzt gelangen Tobias Barnerssoi vor 18 Jahren drei Fahrten unter die Top Ten in Serie. Dopfer könnte nun zu einem Fahrer werden, der sich zuverlässig in den vorderen Rängen platziert.

Auch bei den Speedfahrern läuft es seit einiger Zeit so gut wie lange nicht mehr. Nachdem in Stephan Keppler als Sechster und Tobias Stechert auf Rang 14 in Gröden erstmals seit 2001 wieder zwei Deutsche unter die besten 15 im Super-G gefahren waren, sieht Maier den „Aufwärtstrend bei den Männern deutlich bestätigt“. In der Schussfahrt wurde Keppler auf Position sieben liegend vom windbedingten Abbruch gestoppt.

Zum Ende des italienischen Weltcup-Wochenendes peilt auch Felix Neureuther im Slalom am Montag eine Platzierung unter den besten Zehn an. Bei dessen Knieverletzung sei alles im „Grünen Bereich“, sagte Maier und machte Hoffnung auf eine gute Vorstellung.

Die liefert Dopfer derzeit in Serie. Im vergangenen Winter hatte der gebürtige Österreicher mit der Bestzeit im zweiten Riesentorlauf-Durchgang von Val d'Isère das erste Mal sein Potenzial angedeutet. Nun Platz drei im Rennen von Beaver Creek und zweimal Rang sieben. „Damit hätte ich vor der Saison auf keinen Fall gerechnet“, sagte er. „Das Timing stimmt, die Technik stimmt“, lobte Alpinchef Maier.

Einzig die Konstanz scheint derzeit noch verbesserungswürdig. „Nach dem ersten Durchgang war ich sehr verärgert“, sagte Dopfer über seine erste Fahrt auf dem extrem schwer gesteckten Kurs und erklärte dann, weshalb er gleichwohl im zweiten Durchgang noch ein so bemerkenswert gutes Rennen geliefert hatte. „Ich habe die ganze Wut in den zweiten Lauf reingelegt.“ dpa

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