Sport : Zabel sprintet zum Rekord

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Stuttgart (dpa). Mit insgesamt vier Etappenerfolgen, darunter dem Sieg auf dem Schlussabschnitt über 167,7 km nach Stuttgart, war Erik Zabel der große Star auf der 26. Deutschland-Tour der Radprofis. Dennoch war das favorisierte Team Telekom mit der Rundfahrt auf den heimischen Straßen, die mit dem Gesamtsieg des Spaniers Igor Gonzalez de Galdeano endete, nicht restlos zufrieden. Vorjahressieger Alexander Winokurow landete abgeschlagen auf Rang 17.

„Unser Team war auf Erik ausgerichtet und hat optimal für ihn gearbeitet. Deshalb musste auch Winokurow, der in den Bergen nur wenig Unterstützung hatte, für ihn fahren“, sagte der diesmal zuschauende Kapitän Jan Ullrich und erklärte damit die Gründe für das schwache Abschneiden seines Teams im Gesamtklassement. Bester Deutscher nach 1170 km zwischen Wiesbaden und Stuttgart war Tobias Steinhauser vom nationalen Telekom-Konkurrenten Gerolsteiner auf Rang drei mit 37 Sekunden Rückstand auf Galdeano und 20 Sekunden auf dessen Landsmann Aitor Garmendia vom Essener Coast- Team.

Steinhauser war am Freitag von einem Wagen der Organisatoren angefahren und verletzt worden, konnte aber trotz erlittener Schürfwunden am Oberschenkel weiterfahren. Für diesen Vorfall entschuldigte sich die Tourleitung offiziell.

Der 31-jährige Weltranglisten-Spitzenreiter Zabel hatte auch am Sonntag auf der 172 km langen Etappe von Biberach nach Stuttgart auf regennasser Straße eindrucksvoll unter Beweis gestellt, dass es im Spurt bei der Deutschland-Tour kein Mittel gegen ihn gab.

In der 81-jährigen Geschichte der Rundfahrt, die seit 1999 wieder regelmäßig ausgetragen wird, machte er seinen insgesamt elften Etappensieg und damit einen neuen Rekord perfekt. Für die am 6. Juli in Luxemburg beginnende Tour de France scheint der gebürtige Berliner damit bestens gerüstet zu sein. Auch die Vorbereitung der imposanten Spurts durch sein Team liefen reibungslos. Die Tour de Suisse ab 17. Juni soll zu Zabels Tour-Generalprobe werden.

Trotz des auf 3,4 Millionen Euro gewachsenen Gesamtetats hat die Deutschland-Tour in diesem Jahr weniger Zuschauer als im Vorjahr mobilisiert. „Darauf waren wir vorbereitet. Mit der Fußball-WM als Konkurrenz war es logisch, dass wir etwas schlechter abschneiden würden“, sagte Tour-Medien-Direktor Christian Hinzpeter. Auch die TV-Einschaltquoten waren schlechter als 2001.

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