Sport : Zefix, ’s laaft ned

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Benedikt Voigt wundert sich über

die neuen Verlierer aus Bayern

Bald werde er ein Glas Champagner öffnen, hat der Kandidat Edmund Stoiber noch am Wahlabend bekannt gegeben. Er hat es dann doch noch nicht gemacht, was zu bedauern ist, weil man gerne gesehen hätte, wie Edmund Stoiber ein Glas öffnet. Doch am Dienstagabend hatte der Verwaltungsbeirat des FC Bayern München die nächste Gelegenheit, in Wolfratshausen vor dem Fernseher mit dem Glasöffner zu hantieren. Wieder musste Edmund Stoiber den Champagner ungeöffnet aus der Hand geben, weil der Nigerianer John Chukwudi Utaka den Ausgleich für den RC Lens köpfte. Man kann nur hoffen, dass er den Schampus nicht im Freien abstellte, sonst wäre dieser inzwischen schneebedeckt und gefroren.

„Zefix, ’s laaft ned“, würde der Bayer sagen. Schnee in Oberbayern, Stoiber nicht im Kanzleramt und der FC Bayern ohne Sieg in der Champions League. Schlimmer, die Bayern sind deprimiert. Michael Ballack sagte: „Das war heute gar nichts – die Spiele müssen besser werden, sonst packen wir es nicht mehr.“ Bayern als Hort der Verlierer? Das ist neu, damit muss der FC Bayern erst umgehen lernen. Zum Beispiel von Stoiber, der das Unentschieden in Lens einfach umgedeutet hätte: „Eines steht jetzt schon fest: Der Kahn, der Elber, der Ballack, wir haben das Spiel gewonnen. Der FC Bayern, der große Klub aus Bayern, er ist wieder da. Er ist der stärkste Klub, der stärkste Fußballverein, und wir werden aus diesem großartigen Ergebnis auch das machen, was wir machen können.“ Klingt gut. Trotzdem wird es der FC Bayern begrüßen, dass das nächste Spiel nicht vier Jahre auf sich warten lässt.

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