• Zehn Tage vor dem Auftakt sind die Eisbären schon gut in Form, bei den Capitals hakt noch einiges

Sport : Zehn Tage vor dem Auftakt sind die Eisbären schon gut in Form, bei den Capitals hakt noch einiges

Claus Vetter

Für die Eisbären und die Capitals bricht der letzte Teil der Vorbereitungsphase an. Anderthalb Wochen sind es noch bis zum Saisonstart der Deutschen Eishockey-Liga (DEL), die Zeit der Experimente läuft so langsam ab. Und das wird bei beiden Berliner Teams recht unterschiedlich betrachtet.

Bei den Eisbären sieht man dem Auftakt am 10. September bei den Hannover Scorpions gelassen entgegen. Die Spiele im Trainingslager in Schweden und die beiden siegreichen Auftritte beim "Lada-Cup" gegen Weißwasser (5:2) und Togliatti (4:2) am vergangenen Wochenende haben gezeigt, dass die Mannschaft von Peter John Lee schon gut in Schuss ist. Trotz sieben neuer Akteure wirkten die Eisbären von ihrer Spielanlage her recht harmonisch. Zudem deutete Jaroslav Kames im Eisbären-Tor an, dass die Berliner auf dieser Position wohl besser besetzt sind als im Vorjahr.

Einzig der Umstand, dass zwei der neuen Verstärkungen nicht fit sind, ist noch ein kleiner Makel. Verteidiger Rob Murphy wird aufgrund seiner Knieprobleme beim Saisonstart nur zuschauen. "Wir werden nicht den Fehler, machen Rob zu verheizen", sagt Manager Lorenz Funk, "sondern ihn langsam aufbauen, damit wird auf lange Sicht etwas von ihm haben." Stürmer Peter Hammarström laboriert an einer Hüftverletzung, die er sich am vergangenen Sonnabend im Training zugezogen hat. Am Sonntag fehlte der Schwede, auch hinter seinem Mittun am kommenden Wochenende beim internationalen Turnier im Sportforum Hohenschönhausen, wo die Eisbären gegen Ilves Tampere (Finnland) und Leksands IF (Schweden) antreten, ist noch fraglich. Kleinere Probleme, findet Funk. "Die Mannschaft ist schon recht gut eingespielt. Ich denke schon, dass wir dem Saisonstart optimistisch entgegen schauen können."

Ein wenig anders ist die Situation bei den Capitals. Trotz des Erfolges beim "HoBa-Cup" ist Trainer Dale McCourt noch ein wenig bange vor dem Auftakt in zehn Tagen gegen die München Barons. "Der Turniersieg war gut für unser Selbstvertrauen. Trotzdem, es ist noch viel zu tun." Dem Coach der Capitals ist nicht entgangen, dass einige seiner Akteure noch hinter den Erwartungen herhinken. Zum Beispiel Stürmer Alex Kuzminiski, der sich in einer Reihe mit Thomas Sjögren und Sylvain Couturier am Wochenende alle Mühe zu geben schien, nicht aufzufallen. "Alex hat in der Sommerpause viel Krafttraining gemacht, dafür an Schnelligkeit etwas eingebüßt. Er wirkt momentan noch viel zu steif", meint McCourt. Auch Ex-Eisbär Thomas Sjögren ließ bislang jegliche Durchschlagskraft vermissen. "Für Thomas gilt das gleiche wie für Alex, er muss in den nächsten Tagen hart an sich arbeiten." Neben Kusminski und Couturier wird Sjögren wohl auf lange Sicht ohnehin nicht auflaufen, doch Rob Guillet muss nach der Athroskopie am Knie vorerst pausieren. Nicht mehr lange, so glaubt der erfolgreichste Torschütze der aus der Vorsaison. "Am 17. September, beim Spiel gegen Mannheim da bin ich sicher wieder mit dabei", versprach der Frankokanadier am Sonntag, bevor er humpelnd die Tribüne verließ. Guillets Trainer teilt diesen Optimismus nicht. "Das ist nicht Robs Entscheidung, sondern die Entscheidung des Arztes", sagt McCourt.

Immerhin, es gab auch positive Erkenntnisse bei den Capitals. Andrej Mezin erwies sich, abgesehen von zwei Patzern gegen Frankfurt am Sonntag, bislang als sicherer Rückhalt im Berliner Tor. "Unser Torhüter wird in dieser Saison einige Spiele für uns gewinnen", glaubt Pavel Gross. Der neue Mannschaftskapitän scheint mit Niklas Hede und Jim Hiller schon seine Sturmpartner gefunden zu haben. Der Trainer stimmt zu. "Mit dieser Reihe bin ich wirklich schon ganz glücklich", sagt McCourt.

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