Zehnkampf : Die Nerven nerven nicht

Pascal Behrenbruch bewahrt diesmal die Ruhe und landet im Zehnkampf auf Platz sechs. Gold ging an den US-Amerikaner Trey Hardee.

Frank Bachner
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Im Aufschwung. Pascal Behrenbruch schob sich am zweiten Tag im Zehnkampf noch weiter nach vorne.ddp

Die letzten Schritte fielen unendlich schwer. Aber der tosende Applaus des Publikums trug die Zehnkämpfer bei ihrem abschließenden 1500-Meter-Lauf. Und sie trug vor allem den US-Amerikaner Trey Hardee, der mit 8790 Punkten die Goldmedaille gewann. Silber ging an den Kubaner Leonel Suárez mit 8640 Punkten, Bronze sicherte sich Alexander Pogorelow aus Russland mit 8528 Punkten. Pascal Behrenbruch von der LG Frankfurt landete, frenetisch angefeuert, mit 8439 Punkten auf dem sechsten Rang.

Würde Behrenbruch, der Unberechenbare, wieder an seinen Nerven scheitern? Das war die große Frage bei dem Frankfurter. Er scheiterte nicht. Mit 4,80 Metern stellte er im Stabhochsprung sogar eine neue persönliche Bestleistung auf. Gerade der Stab ist für ihn psychisch von Bedeutung. Er hat eigentlich Angst vor dem Stabhochspringen, eine instinktive Angst. Aber mit Andrej Tiwontschik hat er in Zweibrücken einen sehr guten Stabhochsprungtrainer.

Diese 4,70 Meter, die waren Teil seiner Aufholjagd und seines Plans, die eigene Bestleistung zu steigern. 8374 Punkte hatte er in Götzis erreicht, nach fünf Disziplinen lag er bereits 94 Punkte darüber. Und er lag bei der WM damit auf Rang elf.

Diese Aufholjagd hatte er mit 48,06 Meter im Diskus und 14,24 Sekunden über 110 Meter Hürden fortgesetzt. Im Diskus besitzt er zwar erheblich mehr Potenzial, aber er lieferte die fünftbeste Weite aller Zehnkämpfer. Die Basis für seine Aufholjagd hatte er im Hochsprung gelegt: 2,02 Meter. Sogar im Weitsprung, seiner großen Schwachstelle, hatte er fast eine Bestweite von 7,10 Meter erreicht. 7,09 Meter, das war für seine Verhältnisse gut. Insgesamt ist diese Weite aber viel zu schlecht für jemanden, der 10,84 Sekunden über 100 Meter sprinten kann.

Norman Müller aus Halle an der Saale belegte den 16. Rang. Mit 7,41 Metern stellte er im Weitsprung eine persönliche Bestleistung auf. Moritz Cleve vom TV Wattenscheid wurde 27. Er hatte über 100 Meter, im Weitsprung und im 1500-Meter-Lauf jeweils persönliche Bestleistung erzielt.

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