Sport : Zeit für Sport

Gerhard Schröder unterstützt deutsche Olympiabewerbung

Benedikt Voigt

Berlin . Zur gemeinsamen Pressekonferenz hat es Bundeskanzler Gerhard Schröder nicht mehr geschafft. „Er lässt sich entschuldigen“, sagte Bundesinnenminister Otto Schily, „er empfängt gerade den libanesischen Staatspräsidenten Hariri.“ Man solle Verständnis haben für den Kanzler, seine Termine seien aufgrund der weltpolitischen Lage sehr gedrängt. Zuvor auf dem Sportgipfel jedenfalls war Gerhard Schröder zugegen, und das wertete Manfred von Richthofen bereits als einen Erfolg für den Sport. Der Präsident des Deutschen Sportbundes (DSB) sagte: „Es ist ein gutes Zeichen, wenn der Bundeskanzler in der schwierigen weltpolitischen Situation die Zeit findet, über sportpolitische Fragen zu sprechen.“

Es sind wohl eher politische Zeichen, die vom ersten Sportgipfel im Bundeskanzleramt ausgingen. Der Präsident des Nationalen Olympischen Komitees (NOK), Klaus Steinbach, freute sich bereits über das Zustandekommen, zumal unter seinem Vorgänger beim NOK, Walther Tröger, das Verhältnis zur Bundesregierung und zum DSB schwierig geworden war. Nun aber arbeiten Politik und Sport wieder in einem verbesserten Gesprächsklima.

Schily sagte die Unterstützung der Bundesregierung für die deutsche Olympiabewerbung zu. „Wir werden es nicht an Engagement fehlen lassen.“ Das betreffe Steuer- und Sicherheitsfragen sowie finanzielle Unterstützung, deren Höhe er nicht nennen wollte. Schily glaubt, dass die Bewerbung für 2012 „sehr, sehr gute Chancen“ habe. Auch der NOK–Präsident erhielt Lob von der Regierung. „Der Herr Steinbach macht das fabelhaft, mit viel Elan und großem Optimismus“, sagte Otto Schily. Bei so viel Harmonie war es auch an Manfred von Richthofen, sich zu freuen. Zumal die Idee der Gesundheitsministerin Ulla Schmidt, Sport aus der gesetzlichen Krankenversicherung auszuklammern, verworfen ist. Einig waren sich alle, dass die gesundheitliche Situation bei Kindern und Jugendlichen verbessert werden muss. Von Richthofen sagte: „Prävention ist Gesundheitspolitik mit Weitblick.“ Ob’s Frau Schmidt gehört hat?

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