Sport : Zerfahren, müde, ungerecht

Der SC Freiburg siegt in einem schwachen Spiel bei Eintracht Frankfurt durch ein Abseitstor mit 1:0

Frankfurt - Die meisten Zuschauer hatten sich nach dem schwachen Spiel bereits auf ein Unentschieden eingestellt. Dann aber, eine Minute vor dem Ende der regulären Spielzeit, griff der SC Freiburg noch einmal an. Und plötzlich taucht Maximilian Nicu frei vor dem Frankfurter Tor auf, legt quer zu Jan Rosenthal, der den Ball locker ins leere Tor schießt. Es ist der erste Sieg des SC Freiburg bei Eintracht Frankfurt seit 14 Jahren – und der beste Bundesliga-Saisonstart der Vereinsgeschichte. Mit neun Punkten stehen sie nun zumindest über Nacht auf Platz drei. Bitter für die Eintracht war, dass Nicu beim entscheidenden Angriff im Abseits gestanden und Rosenthals Tor nicht hätte zählen dürfen.

Vor 40 600 Zuschauern in Frankfurt boten beide Mannschaften eine enttäuschende Partie. Die Hessen, bei denen Kapitän Chris nur auf der Bank saß, konnten den Schwung vom 4:0-Sieg in Mönchengladbach zunächst nicht mitnehmen und starteten schwerfällig in die Partie. Freiburg dagegen spielte nach zuletzt zwei Siegen munter drauflos und hätte durch Torjäger Papiss Demba Cissé früh in Führung gehen können. Der Stürmer setzte sich in der 6. Minute im Strafraum in Szene, scheiterte mit seinem Schuss aber am glänzend reagierenden Eintracht- Torhüter Oka Nikolov.    Frankfurt kam erst nach einer guten Viertelstunde langsam ins Spiel. Theofanis Gekas setzte mit einem Kopfball in erstes Offensivzeichen. Köhler bot sich nach einer halben Stunde die größte Chance, als er mit einem Kopfball aus Nahdistanz an Freiburgs Keeper Oliver Baumann scheiterte. Zehn Minuten später zeigte der 20-Jährige in seinem dritten Bundesligaspiel bei einem 33-Meter-Schuss von Patrick Ochs erneut sein Talent.

Nach dem Wechsel wurde das Spiel noch zerfahrener, als es in der ersten Hälfte schon war. Für erste Aufregung sorgte ein Handspiel des bereits verwarnten Freiburgers Yacine Abdessaki, bei dem Schiedsrichter Günter Perl Gnade vor Recht ergehen ließ. Dann entschied Rosenthal das schwache Spiel. dpa

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