Sport : Zidan trifft drei Mal für Mainz beim 4:1 gegen Cottbus

Hartmut Scherzer

Mainz - Wer tut das schon als Held des Tages? Der dreifache Torschütze beim 4:1-Sieg des FSV Mainz 05 gegen Energie Cottbus sprach nach dem Spiel vor allem von seinem Fehler. „Mein Rückpass hat das 1:1 eingeleitet“, erzählte der von 20 000 Zuschauern gefeierte Mohamed Zidan und fügte hinzu, was ihm nach so einem Patzer in Bremen passiert wäre. „Ich wäre sofort ausgewechselt worden.“

Nicht bei Jürgen Klopp. Der Mainzer Trainer winkte den Pechvogel an die Seitenlinie heran, drückte ihn an die Brust und schickte ihn mit einem Klaps aufs Hinterteil zurück aufs Feld. Eine Minute später schoss der im Winter für 2,5 Millionen Euro von Werder Bremen gekaufte Ägypter das 2:1, war plötzlich cool genug, auch den Foulelfmeter zu verwandeln und mit seinem dritten Treffer zum 4:1 das Spiel zu entschieden.

„Ich habe ihm am Gesicht angesehen, wie er darunter zu leiden hat“, erklärte Klopp die Magie seiner innigen Umarmung. „Ich habe ihm gesagt, dass ich ihm meine Power gebe, wenn er schon seine heute nicht dabei hat.“ Als hätte er diese Aufmunterung gebraucht, begann Zidan von da an zu zaubern, nutzte die traumhaften Pässe von Gerber und Ruman zu seinen Toren und hatte Chancen, auch das eine oder andere mehr zu machen.

Nach dem frühen Rückstand durch einen anderen Ex-Bremer, Leon Andreasen, nach Musterpass des Kolumbianers Elkin Soto bei seinem Bundesliga-Debüt kam Energie zurück ins Spiel, angetrieben von Daniel Gunkel. „Da haben wir eine tolle Reaktion gezeigt und waren spielerisch nicht weit weg von Mainz“, schilderte der Cottbusser Trainer Petrik Sander die beste Phase seiner Mannschaft. Nach Zidans Fehlpass leitete Kapitän Timo Rost mit einem feinen Zuspiel den Ausgleich durch Radu ein. Aber hinten herrschte Chaos – und die Niederlage fiel deutlich aus. „Es fehlte der Organisator", klagte Sander.

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