• Zitterärsche und Reservestürmer Magnus Arvidsson lässt in Rostock Martin Max vergessen

Sport : Zitterärsche und Reservestürmer Magnus Arvidsson lässt in Rostock Martin Max vergessen

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(dpa). Ein wenig bange war ihnen schon gewesen, auch wenn das bei Hansa Rostock natürlich niemand zugegeben hätte. Ohne Martin Max hatten sie gegen den SC Freiburg spielen müssen, ohne ihren besten Stürmer, der in dieser Saison die Hälfte aller Tore für den Klub geschossen hatte. Max fehlte wegen seiner fünften Gelben Karte. „Nicht nur seine Tore, auch seine Persönlichkeit wird uns auf dem Platz fehlen“, hatte Trainer Juri Schlünz vor dem Spiel gesagt. Nach dem Spiel aber hat niemand mehr vom fehlenden Max gesprochen. Es gibt – was bisher kaum jemand für möglich gehalten hätte – bei Hansa auch noch andere Stürmer, die Tore schießen. Antonio di Salvo und Magnus Arvidsson zum Beispiel, die beide beim wichtigen 4:1Sieg gegen den SC Freiburg trafen.

Magnus Arvidsson brauchte nur 21 Minuten, um sich für eine Vertragsverlängerung bei den Rostockern ins Gespräch zu bringen. „Natürlich hätte ich gern von Anfang an gespielt. Aber wir haben gewonnen, und das ist das Wichtigste“, sagte der Schwede. Eine Zeit lang, nach dem Ausgleich der Freiburger durch Sanou, hatte es nicht danach ausgesehen. „Das sind eben Zitterärsche“, sagte Hansas Aufsichtsratschef Horst Klinkmann. Doch dann wurde Arvidsson eingewechselt. Er erzielte das wichtige 2:1, und in der Schlussphase bereitete er auch noch die Tore für Gernot Plassnegger und Razundara Tjikuzu vor. „Ich habe noch einen Vertrag bis zum Ende der Saison. Deshalb war mein Spiel heute schon so etwas wie Werbung in eigener Sache“, sagte der 31-Jährige, der in dieser Saison noch nie in Hansas Anfangself gestanden hat.

Trainer Juri Schlünz gönnte Arvidsson den persönlichen Triumph. „Das hat Magnus sich verdient“, sagte er. Aber auch Schlünz selbst hatte einen großen Anteil daran, dass die Rostocker ihren vierten Heimsieg feiern und den Abstand zu den Abstiegsplätzen auf sechs Punkte vergrößern konnten. „Durch die Einwechslungen haben wir die Kurve noch bekommen“, sagte Hansas Trainer. Mit Arvidsson und Plassnegger lag er erneut richtig. Beide erzielten ihre ersten Saisontore. Für Plassnegger war es sogar sein erster Treffer in der Bundesliga überhaupt.

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