Sport : Zittern und siegen

Im Handball setzen sich die Favoriten durch

Hoch hinaus. Die Rhein-Neckar Löwen mit Ivan Cupic (links), hier gegen Silkeborg, haben große Ziele. Foto: dpa
Hoch hinaus. Die Rhein-Neckar Löwen mit Ivan Cupic (links), hier gegen Silkeborg, haben große Ziele. Foto: dpaFoto: dpa

Berlin - Die Verhältnisse in der Handball-Bundesliga haben sich nach einem etwas chaotischen Auftakt wieder normalisiert. So dürfte es zumindest der HSV Hamburg sehen. Mit dem 32:27-Sieg über den SC Magdeburg hat sich der Favorit auf die Meisterschaft nach der dritten Saisonbegegnung wieder ein positives Punktekonto erarbeitet und kann nun nach oben blicken. „Wir haben heute sehr stabil agiert, die Abwehr hat das Spiel für uns gewonnen“, sagte der Hamburger Trainer Martin Schwalb nach dem Sieg am Samstag über das Überraschungsteam aus Magdeburg, das am vergangenen Mittwoch beim Champions-League-Teilnehmer SG Flensburg-Handewitt gewonnen hatte.

Zwar waren die Hanseaten nicht über die gesamte Spielzeit die dominierende Mannschaft, doch die Gäste konnten nicht an ihren furiosen Auftritt von Flensburg anknüpfen. 29 Fehlwürfe und fünf vergebene Siebenmeter waren zu viel, um dem HSV ernsthaft Gegenwehr bieten zu können. Zumal Hans Lindberg mit elf Treffern und der zehnfache Torschütze Marcin Lijewski bei den Hamburgern einen hervorragenden Abend erwischten. „So kann man bei einem Spitzenteam natürlich nicht gewinnen“, sagte der neue Magdeburger Trainer Frank Carstens.

Weiterhin an der Spitze bleibt ebenfalls der Titelverteidiger THW Kiel, der mit dem 32:25 beim DHC Rheinland jedoch mehr Mühe hatte als angenommen. Erst durch eine Energieleistung in den letzten zehn Minuten kamen die Kieler in Dormagen zu ihrem Sieg.

Auch der TV Großwallstadt musste lange zittern. Mit seinem neuen Coach Michael Biegler zitterte sich das Team gegen die HSG Wetzlar zu einem 23:22-Sieg – es war der zweite Saisonerfolg für die Großwallstädter. Gegen Wetzlar war der Sieg jedoch zu keinem Zeitpunkt der Begegnung sicher. Acht Sekunden vor Spielende kam Wetzlar noch einmal in Ballbesitz und hatte die Chance zum Ausgleich. Steffen Weinhold konnte gegen Timo Salzer nur noch mit einem groben Foul den Ausgleich verhindern. Während er dafür die Rote Karte sah, wollten die Gäste einen Strafwurf. Doch die Schiedsrichter entschieden, dass die Spielzeit abgelaufen sei.

Weniger aufregend ging es beim VfL Gummersbach zu, der am Samstag Balingen-Weilstetten mit 32:24 schlug, Gummersbach wirkte das ganze Spiel über souverän. Mit dem Selbstbewusstsein aus dem überraschenden Auftaktsieg in Lemgo konnten die Gummersbacher auch den 0:3-Start wegstecken und fortan ihr überzeugendes Spiel aufziehen. Ob auch die Füchse Berlin an ihren guten Saisonstart anknüpfen konnten, stand bei Redaktionsschluss dieser Ausgabe noch nicht fest.

Überzeugen konnten dagegen schon einmal die Rhein-Neckar Löwen. Allerdings nicht in der Bundesliga, sondern in der Champions-League-Qualifikation. Dort stellten sie ihre gute Frühform unter Beweis. Nach Siegen über RK Gorenje Velenje aus Slowenien (33:28) und den dänischen Vertreter Bjerringbro-Silkeborg (31:26) reichte den Mannheimern am Sonntag (nach Redaktionsschluss dieser Ausgabe) in Karlsruhe gegen Real Ademar Leon ein Unentschieden zum Gruppensieg.

Mit den Rhein-Neckar Löwen würden in der Champions League vier deutsche Vertreter mitspielen. Bereits qualifiziert für den Wettbewerb sind der THW Kiel, der HSV Hamburg und die SG Flensburg-Handewitt. dpaHOMEPAGE HBL]

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