Sport : Zoff im Revier

Der Transfer des Dänen Christian Poulsen zum Fußball-Bundesligisten FC Schalke 04 hat sich zu einer verbalen Auseinandersetzung zwischen Manager Rudi Assauer und dem Revier-Rivalen Borussia Dortmund entwickelt. "Die Art und Weise, wie die Dortmunder reagiert haben, gefällt mir nicht. Sie brauchen sich nicht zu beschweren und von Preistreiberei oder italienischen Verhältnissen zu sprechen. Das ist absurd. Wir haben noch keinen Spieler von jenseits der Alpen geholt", sagte Assauer in Anspielung auf zahlreiche kostspielige Italien-Transfers des Nachbarn. Der BVB hatte vor Jahren Spieler wie Möller, Reuter, Kohler, Heinrich oder Lehmann aus Italien zurückgeholt. Darüber hinaus stellte der 57 Jahre alte Manager klar, dass der am Mittwoch für vier Jahre bis 2006 verpflichtete Poulsen nicht der teuerste Zugang der Vereinsgeschichte ist. Die Ablösesume soll zwischen 13 und 15 Millionen Mark liegen. Assauer: "Es gibt bei uns gewisse Grenzen. Über die gehen wir nicht hinaus." Poulsen habe sich "nicht wegen des Geldes", sondern aus sportlichen Gründen für Schalke entschieden.

Dortmunds Manager Michael Zorc hatte "von einem "finanziellen Amoklauf" und "italienischen Verhältnissen" gesprochen. Diese Aussagen bezogen sich aber eher auf die gegenüber dem BVB erhobenen Forderungen der Dänen und waren weniger auf Schalke gemünzt.

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