Sport : Zu alt für den Osterhasen

Michael Rosentritt

wünscht dem DFB und Hans Meyer schöne Feiertage Hans Meyer glaubt schon lange nicht mehr an den Osterhasen. Und doch wird der ehemalige Bundesligatrainer von Borussia Mönchengladbach und Hertha BSC am Ostersonntag aufschrecken, wenn er liest, welche Ehre an ihm vorbeiziehen wird, jetzt, da er doch schon 62 Jahre alt ist und sich vor einem halben Jahr in der Ruhestand begeben hat. DFB-Präsident Theo Zwanziger hält Hans Meyer nämlich für die Idealbesetzung für den zu schaffenden Posten des Technischen Direktors beim DFB. „Wenn Hans Meyer zehn Jahre jünger wäre, dann wäre das so ein Typ, den ich mir dafür vorstellen könnte. Er ist ein kantiger, knorriger Typ mit einer natürlichen Autorität“, sagte Zwanziger.

Bisher musste davon ausgegangen werden, dass Berti Vogts diesen Job bekommt. Der ist zwar auch nur vier Jahre jünger als Meyer, dafür aber der Wunschkandidat von Jürgen Klinsmann. Noch nicht einen Wunsch konnte der DFB seinem neuen Bundestrainer ausschlagen. Nun könnte Klinsmann seinen Willen erstmals nicht durchsetzen, denn Zwanziger konkretisierte das Anforderungsprofil um einen weiteren Punkt, der ganz eindeutig gegen Vogts spricht. Der Technische Direktor muss kommunizieren können. Es sei wichtig, dass man mit der Öffentlichkeit umgehen kann. „Wenn das nicht geht, ist die beste Sachentscheidung zum Scheitern verurteilt“, sagt Zwanziger.

Also doch Meyer? Der sollte heute seine Enkelkinder an die Hand nehmen und mit ihnen im eigenen Garten in Bad Hersfeld noch einmal verschärft Ausschau nach dem Osterhasen halten.

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