Sport : Zu erschöpft, um sich zu zeigen Das deutsche Team ist wieder zurück

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Berlin - Die Nationalmannschaft ist wieder in der Heimat eingetroffen. Rund 1000 Fans empfingen das Team am frühen Montagmorgen in Frankfurt am Main. Doch die deutschen Spieler waren zu erschöpft, um sich zu zeigen. Und enttäuschten damit ihre wartenden Anhänger.

Am Morgen um 6.16 Uhr landeten Bundestrainer Joachim Löw und seine Spieler mit dem Airbus A 380 auf dem Flughafen Frankfurt am Main. Trotz der frühen Ankunft wurden sie von begeisterten Fans erwartet, die darauf hofften, dass die Spieler sich noch einmal kurz zeigen würden. Während des Flugs sei das Team über den Spielstand des WM-Finales auf dem Laufen gehalten worden, sagte Manager Oliver Bierhoff. Live-Bilder habe es auch im High-Tech-Flieger nicht gegeben. „Es ist schön, wieder deutschen Boden zu betreten“, sagte Bierhoff. „Und hier ist das Wetter ja auch besser.“ Während in Südafrika Wintertemperaturen geherrscht hatten, liegt über Deutschland eine Hitzeglocke. Philipp Lahm und Bundestrainer Joachim Löw kehrten gesundheitlich angeschlagen zurück.

Zwischen 1,5 Millionen und zwei Millionen Euro liegt der Gewinn für den DFB, wie der Manager der Nationalmannschaft, Oliver Bierhoff, nachgerechnet hat. Der Mannschaftsrat hatte 100 000 Euro pro Spieler für das Erreichen des Halbfinals ausgehandelt – die gleiche Summe wie vor vier Jahren bei der WM in Deutschland. 250 000 Euro hätten sie für den Titel erhalten. Insgesamt zahlt der DFB drei Millionen Euro an die 23 Fußballer sowie das Trainerteam.

Auch die DFB-Mitarbeiter sollen profitieren. Nach der WM 2006 hatte es Irritationen gegeben, weil die Mannschaft 20 Prozent hatte abgeben wollen von ihrer WM-Prämie, DFB-Präsident Theo Zwanziger sich aber dagegen ausgesprochen hatte. Diesmal soll eine Prämie geplant sein. Das Vordringlichste ist aber erst einmal der Urlaub. Und die anstehende Entscheidung von Bundestrainer Löw über seine Zukunft. „Wir wollen Abstand gewinnen“, sagte Bastian Schweinsteiger – und entschwand (mit dpa). André Görke

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