Sport : Zu früh geführt

Frankfurt liegt 2:0 vorn und scheidet beim 2:2 in Istanbul aus dem Uefa-Cup aus

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Istanbul - Vielleicht hatten die Fußballspieler von Eintracht Frankfurt gehofft, dass im Uefa-Pokal die gleichen Gesetze gelten wie in der Bundesliga. Und ein solches Gesetz ist: Trifft Naohiro Takahara, dann gewinnt Eintracht Frankfurt. So schien es auch gestern bei Fenerbahce Istanbul zu laufen. Zweimal köpfte der Japaner ins Tor, die Eintracht führte 2:0. Doch das reichte nicht gegen die bis zum Schluss anrennenden Istanbuler. 2:2 stand es am Ende, die Eintracht ist ausgeschieden, Fenerbahce weiter. Es wäre auch eine große Überraschung gewesen, wenn der Tabellenzehnte der Bundesliga den türkischen Tabellenführer besiegt hätte.

Die Frankfurter konnten sich nicht selbst dafür belohnen, dass sie die Schlappe am Samstag in der Bundesliga ausgezeichnet verarbeitet hatten. Das 2:6 gegen Werder Bremen war ihnen nicht mehr anzumerken, sie brauchten wohl keine Generalprobe für dieses entscheidende Spiel in der Vorrundengruppe H des Uefa-Cups. Ohnehin hätte sie nur ein Sieg in die nächste Runde des Wettbewerbs befördert.

Die erste Stunde des Spiels vor 48 000 Zuschauern in Istanbul ließ sich so zusammenfassen: Fenerbahce stürmt, die Eintracht trifft. Schon in der siebten Minute hätte Kezman die Gastgeber in Führung bringen können, und das war nicht einmal die erste Torgelegenheit der Türken. Doch eine Minute später traf Takahara per Kopf nach Vorarbeit von Weissenberger. Besser hätte es für Frankfurt nicht anfangen können.

Das türkische Team des brasilianischen Trainers Zico bekam vom Rückstand jedoch keine weichen Knie und berannte weiter das Tor der Frankfurter. Weitere erstklassige Chancen waren die Folge, etwa Tuncays Lattenknaller in der 20. Minute. Auch der Brasilianer Alex verfehlte zehn Minuten später nur knapp das Ziel.

Die zweite Halbzeit begann dann fast genauso wie die erste. Es waren wenige Minuten gespielt, als Takahara per Kopf für die Eintracht traf. Die Frankfurter waren drauf und dran, sich im Wettbewerb für Effizienzfußball einen großen Preis zu sichern. Doch dann fiel in der 63. Minute durch Tuncay der Anschlusstreffer und gab Fenerbahce enormen Auftrieb. Der eingewechselte Sentürk erzielte in der 82. Minute per Fallrückzieher den Ausgleich. Der Frankfurter Trainer Friedhelm Funkel konnte dem Spiel dennoch etwas Gutes abgewinnen: „Wir haben uns toll verkauft, ich bin stolz auf meine Mannschaft.“ Tsp

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