Sport : Zu gut für die Besten

In Frankfurt will Union seine Serie ausbauen

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Geschichte wird gemacht. Kapitän Torsten Mattuschka will mit seinen Freistößen wie schon im Februar gegen Hertha BSC auch in Frankfurt für Union treffen. Foto: Reuters
Geschichte wird gemacht. Kapitän Torsten Mattuschka will mit seinen Freistößen wie schon im Februar gegen Hertha BSC auch in...Foto: REUTERS

Berlin - Der große Tag liegt fast acht Monate zurück, und doch ist die Erinnerung daran beim 1. FC Union noch gegenwärtig. Anfang Februar gewannen die Köpenicker das Zweitligaspiel im Olympiastadion gegen Hertha BSC 2:1 und versetzten ihre Anhänger in Ekstase. Heute treten die Berliner erneut bei einer Mannschaft an, die in der Zweiten Liga als großer Favorit gilt. Ähnlich wie bei Hertha BSC vor einem Jahr wird der Abstieg von Eintracht Frankfurt im Umfeld des Klubs als Unfall angesehen. Das Heimspiel gegen den 1. FC Union (18 Uhr, live bei Sky) soll nur eine Etappe auf dem Weg zurück in die Bundesliga sein. „Sie werden sich am Ende definitiv durchsetzen“, sagt Unions Trainer Uwe Neuhaus. „Der Kader der Eintracht ist der beste der Zweiten Liga.“ Die Erwartungshaltung in Frankfurt ist enorm und dort liegt auch die Chance für Union. Von den vergangenen vier Heimspielen konnte die Eintracht nur das letzte gewinnen, die Spiele zuvor endeten jeweils unentschieden.

Union hat in der Vergangenheit schon bewiesen, dass die Mannschaft gute Resultate holen kann, wenn der Gegner mehr Druck hat. So konnten die Köpenicker in der zurückliegenden Saison nicht nur beim späteren Aufsteiger Hertha BSC gewinnen, sondern auch beim DFB-Pokal-Finalisten MSV Duisburg, der sich da noch Hoffnungen auf die Rückkehr zur Bundesliga machte. „Wir sind auswärts auf einem guten Weg. Warum sollen wir nicht auch in Frankfurt bestehen?“, sagt Verteidiger Marc Pfertzel.

Die Zuversicht hat ihren Grund, seit drei Spielen ist Union ungeschlagen. Der Rückstand auf den Drittplatzierten Eintracht Frankfurt beträgt nur fünf Punkte. Um zu wissen, wo seine Mannschaft wirklich steht, wäre Uwe Neuhaus gern mit der bestmöglichen Elf nach Frankfurt gefahren. Doch in Verteidiger Ahmed Madouni (Bänderdehnung im Knie) sowie den Angreifern Silvio (Bänderriss) und John Jairo Mosquera (Zerrung) fehlen Neuhaus drei wichtige Spieler. Bei Mosquera ist Neuhaus das Risiko zu groß. „Mit einem Einsatz würden wir bei ihm eventuell einen Muskelbündelriss riskieren“, sagt Unions Trainer. Mosquera wird die Reise nach Frankfurt gar nicht erst antreten. Dafür wird Jerome Polenz zum ersten Mal seit neun Monaten wieder zum Kader gehören. Unter der Woche hatte Neuhaus die Suspendierung des 24-Jährigen aufgehoben, der wegen Differenzen mit dem Trainer lange Zeit nicht am Spielbetrieb teilnehmen durfte. Auch Chinedu Ede und Marcel Höttecke sind nach überstandenen Verletzungen wieder mit dabei.

Union wird auch einen zahlenmäßig starken Kader brauchen, und das nicht nur für die 90 Minuten gegen Eintracht Frankfurt. Die Rückfahrt nach Berlin werden Unions Spieler gemeinsam im Sonderzug mit den eigenen Fans bestreiten – und dabei zwei Fässer Freibier ausschenken. Das bisher letzte Mal, als Union gemeinsam mit den Fans reiste, hatte man zuvor ein 1:1 beim späteren Zweitligameister 1. FC Kaiserslautern geholt. Damals begann die Miniserie gegen die vermeintlichen Übermannschaften der Liga.

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