Sport : Zu jung zum Verlieren

Deutschlands U 21 ist seit sechs Spielen unbesiegt

Sittard - Nach dem historischen Sieg und der beachtlichen Erfolgsserie ist die deutsche U 21 für die EM-Qualifikation bestens gerüstet. „Wir haben einfach guten Fußball gespielt und sind seit sechs Spielen unbesiegt. Das spricht für sich“, sagte Lewis Holtby. Der Kapitän der deutschen U-21-Nationalmannschaft war stolz auf sein Team, das mit dem 3:1-Erfolg gegen den zweimaligen Europameister Holland erstmals seit 15 Jahren im Nachbarland einen Sieg erkämpfte. In dieser Form kann die Mannschaft den Testspielen gegen Italien und Portugal sowie der im August beginnenden Pflichtspielrunde zuversichtlich entgegensehen.

„Es war wichtig, dass wir die Basis geschaffen haben, gegen starke Mannschaften zu gewinnen“, sagte Sebastian Rudy, der neben Holtby auffälligster Spieler vor knapp 6000 Zuschauern im Stadion in Sittard war und ebenso wie der Mainzer einen Treffer zum Sieg beitrug. Dabei war Rudys 2:1 unmittelbar nach dem Wiederanpfiff besonders wertvoll. Denn die Holländer hatten den Führungstreffer von Hertha-Stürmer Pierre-Michel Lasogga (27.) Sekunden vor dem Pausenpfiff durch Genero Zeefuik ausgleichen können – zu einem, wie man im Fußballer-Jargon sagt, psychologisch wichtigen Zeitpunkt. „Besonders gefallen hat mir, dass die Mannschaft da eine Reaktion gezeigt hat“, sagte Trainer Rainer Adrion.

Adrion meinte damit vor allem die „Eigeninitiative“ im Team. „Da gibt es Wortführer, nicht nur in der Halbzeit, auch vor dem Spiel, so dass nicht nur der Trainer da ist“, sagte Adrion. Holtby, Rudy, auch der Mainzer Jan Kirchhoff, der als einziger Spieler alle sechs Partien seit dem Neuaufbau bestritten hat, sind die Leader. Dazu kommen Torhüter Oliver Baumann und die beiden Hoffenheimer Peniel Mlapa und Boris Vukcevic als Gerippe der Auswahlelf. In Ilkay Gündogan und Konstantin Rausch, die beide am Freitag fehlten, stoßen zwei weitere Leistungsträger im nächsten Testspiel am Dienstag gegen Italien (Kassel, 18 Uhr) dazu.

Doch nicht nur die Stammkräfte waren für die gute Vorstellung zuständig, sondern auch die Debütanten. In Shervin Radjabali-Fardi (Alemannia Aachen), Kevin Vogt (VfL Bochum) und Torschütze Lasogga (Hertha BSC) debütierten gleich drei Spieler in der U 21. Später kamen noch Matthias Ostrzolek (VfL Bochum) und Christopher Schindler (1860 München) hinzu. Adrion stellte allen Neulingen ein gutes Zeugnis aus. Lasogga genoss seinen Treffer beim Debüt auf eigene Art. „Es hätte schlimmer kommen können“, sagte der Berliner. dpa

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