Sport : Zu klein für Europa

In einem umkämpften Spiel unterliegen Albas Basketballer Thessaloniki 61:68 – damit haben die Berliner im Uleb-Cup keine Chance mehr aufs Weiterkommen

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Berlin Bis zum Anpfiff des Basketballspiels herrschte eine eigenartige Stimmung in der Berliner Max-Schmeling-Halle. Etwa 300 griechische Fans beschallten die Halle lautstark mit ihren Gesängen. Erst mit dem Beginn des Uleb-Cup-Spiels zwischen Alba Berlin und Paok Saloniki gewannen die heimischen Fans wieder die Oberhand. Das war allerdings auch nicht besonders schwer: 5656 Zuschauer sahen Albas 61:68 (28:30)-Niederlage. So viele kamen in dieser Saison zu keinem Uleb-Cup-Spiel der Berliner.

Es war aber auch ein wichtiges Spiel. Um die Chance auf das Erreichen des Achtelfinales zu wahren, hätte Alba gewinnen müssen. Nun haben die Berliner ihr erstes Saisonziel, das Erreichen des Uleb-Cup-Achtelfinales bereits vor dem Ende der Vorrunde verpasst. Der Druck auf Trainer Emir Mutapcic ist damit gewachsen. „Der Trainer muss mir erklären, welche Maßnahmen er sich jetzt ausdenkt“, sagte Albas Präsident Dieter Hauert nach dem Spiel.

Die Berliner haben nur drei der letzten zehn Spiele gewinnen können. Das war der Mannschaft aber zunächst nicht anzumerken. Alba spielte die Angriffe souverän aus, ein ausgeglichenes Spiel entwickelte sich. Durch mehrere Dreipunktwürfe zog Saloniki zum Ende des ersten Viertels aber auf 23:15 davon. Das zweite Viertel war von den starken Abwehrreihen und den schlechten Trefferquoten beider Teams geprägt: Alba ließ nur sieben Punkte zu, Saloniki 13. In der zweiten Halbzeit ging es ähnlich weiter. Bis zur 27. Minute: Alba lag 32:35 hinten, als Mithat Demirel mit dem Ball über die Mittellinie lief, die griechischen Fans bengalisches Feuer entzündeten und die Polizei sich hinter dem Fanblock stellte. Demirel blickte zu den Saloniki-Fans, verdribbelte sich und verlor den Ball. Die gesamte Mannschaft geriet aus dem Konzept und Saloniki ging 46:38 in Führung.

Auch im letzten Abschnitt kam Alba nicht besser ins Spiel. Als Stefano Garris 11,7 Sekunden vor dem Ende zum 59:61 traf, hatten die Berliner zwar wieder Hoffnung. Doch auf der Gegenseite verwandelte Kostas Vassiliadis seine beiden Freiwürfe. Das Spiel war damit verloren. „Schade Alba, alles ist vorbei“, sangen die griechischen Fans.

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