Zu Lehmanns Abschied : Stuttgart ist in Europa

Der VfB Stuttgart, in dieser Saison fast schon ein Abstiegskandidat, krönt mit einem 1:1 bei der TSG Hoffenheim und dem Einzug in die Europa League seine Aufholjagd. Und einer feiert Abschied.

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Es dauerte, bis Jens Lehmann mit seiner Karriere abgeschlossen hatte. Der 40 Jahre alte Torwart schien nach dem letzten Spiel seiner 23 Jahre langen Laufbahn gar nicht den Rasen verlassen zu wollen. Er winkte und klatschte ins Publikum und verschenkte sogar sein Trikot. „Das waren sehr emotionale Momente“, sagte der Ex-Nationaltorwart nach dem 1:1 bei der TSG 1899 Hoffenheim, das den Stuttgartern zum Sprung in die Europa League reichte.

Lehmann lächelte unentwegt. Bereits zur Begrüßung hatte er seine beiden Söhne mit aufs Spielfeld genommen. Später blieb er fast überall zu einem kleinen Plausch stehen. Lehmann, der immer auch für emotionale Momente stand, schaffte es, einen positiv besetzten Abgang hinzulegen. Gegen Hoffenheim hatte Lehmann auch eine Portion Glück auf seiner Seite. Nach der schnellen Führung durch Cacau konnten die Stuttgarter die Partie nicht länger kontrollieren. Hoffenheim nutzte erst spät in der ersten Hälfte die Chance zum Ausgleich durch einen Kopfball von Boris Vukcevic. In der 45. Minute traf Sejad Salihovic nur den Pfosten und in der 59. Minute landete ein Schuss von Carlos Eduardo an der Latte. „Wir hatten da Glück, aber wir haben am Ende einer langen Saison um diesen Punkt gekämpft“, sagte Trainer Christian Gross, der die Aufholjagd der Schwaben in der Rückrunde als Teamerfolg hinstellte und sich nicht als Vater des Erfolges feiern lassen wollte.

Am Abend wurde bekannt, dass Hoffenheims Manager Jan Schindelmeiser den Klub verlässt. Mäzen Dietmar Hopp bestätigte eine Meldung der „Bild am Sonntag“. Hintergrund soll ein Konflikt mit Trainer Ralf Rangnick sein. Jan Schindelmeiser arbeitete seit 2006 in Hoffenheim und hatte den Klub gemeinsam mit Rangnick in die Bundesliga geführt

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