Sport : Zu viel Paroli

2:3 in Freiburg – auch Leverkusen kann den Anschluss an Tabellenführer Bayern München nicht halten.

Freiburg - Für Bayer 04 Leverkusen war der Samstagnachmittag gleich in mehrfacher Hinsicht ein herber Rückschlag. Durch das 2:3 (2:1) beim Tabellendrittletzten SC Freiburg büßten die Leverkusener nicht nur weiter an Boden auf den nun schon zehn Punkte enteilten Spitzenreiter Bayern München ein. Das Team von Trainer Sami Hyypiä verpasste auch die große Chance, sich im Kampf um Platz zwei in der Fußball-Bundesliga von den Verfolgern Dortmund und Mönchengladbach etwas absetzen zu können. „Das ist ärgerlich“, sagte Sportchef Rudi Völler.

Lars Bender und Kapitän Simon Rolfes hatten Bayer 04 vor 22 100 Zuschauern zweimal in Führung gebracht. Admir Mehmedi, Jonathan Schmid und der in der zweiten Halbzeit eingewechselte Felix Klaus kurz vor dem Abpfiff sicherten den aufopferungsvoll kämpfenden Badenern noch den zweiten Heimsieg der Saison. „Wir haben gearbeitet und gekämpft“, konstatierte SC-Coach Christian Streich nach dem eminent wichtigen Erfolg im Abstiegskampf. Freiburg hat nun wieder Anschluss ans untere Mittelfeld gefunden. „Es konnte nicht besser laufen“, freute sich Matchwinner Klaus. „Ein Sieg gegen einen Champions-League-Teilnehmer ist auch für den Kopf ganz wichtig.“

Der Tabellenzweite agierte zunächst erwartungsgemäß spielerisch reifer, konsequenter und mit mehr Zug zum Tor. Aber die Badener boten durchaus Paroli. Allerdings fehlte häufiger die Effizienz beim letzten Ball. So war die Halbzeitführung der Leverkusener durchaus verdient. Sven Bender brachte Bayer mit einem satten Schuss, bei dem SC-Schlussmann Oliver Baumann keine Chance hatte, früh in Führung. Mehmedi glückte mit einem ebenso sehenswerten und ebenfalls unhaltbaren Schuss der verdiente Ausgleich. Rolfes erzielte mit einem wuchtigen Kopfball nach einer Ecke dann das 1:2. Nach dem Seitenwechsel war das Kräfteverhältnis weitgehend ausgeglichen. Freiburg machte seine leichten spielerischen Nachteile durch Einsatzwillen und Kampfgeist wett. Schmid düpierte mit seinem schlitzohrig getretenen direkten Freistoß zum erneuten Ausgleich die gesamte Leverkusener Defensive. Freiburg machte nun immer mehr Druck und wollte unbedingt den Sieg. Klaus glückte nach perfektem Querpass von Schmid das letztendlich verdiente 3:2.dpa

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