Sport : Zu viel Wind: Tyson Gays 100-Meter-Weltrekord zählt nicht

Berlin - Er war schneller als je ein Mensch zuvor. Und trotzdem ist Tyson Gay nicht der neue Weltrekordhalter über die 100 Meter. Eine kleine Brise hat den US- Sprinter am Samstagabend (Ortszeit) beim Grand-Prix-Meeting der Leichtathleten in New York um den Weltrekord und den in Dopingzeiten allerdings zweifelhaften Ruhm des schnellsten Mannes der Welt gebracht. Der 24-Jährige lief 9,76 Sekunden und war somit eine Hundertstelsekunde schneller als Weltrekordler Asafa Powell aus Jamaika. Der Rückenwind von 2,2 Metern pro Sekunde war jedoch um 0,2 Meter zu stark. „Ich hatte im Startblock gemerkt, dass der Wind ziemlich kräftig weht. Er ist dann zwar noch etwas abgeflaut, aber leider nicht genug“, sagte Gay. Vom Winde verwehte Bestzeiten kennt der Mann aus Lexington (Kentucky). Vor zwei Wochen war er in Carson 9,79 Sekunden gesprintet und hatte den US-Rekord von Maurice Greene egalisiert. Doch damals war der Rückenwind mit 2,5 Metern ebenfalls zu stark. dpa

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