Sport : Zufrieden? Ja!

Robert Ide über den neuen Vertrag für Trainer Friedhelm Funkel

Robert Ide

Obwohl Friedhelm Funkel schon beinahe zum Inventar der Bundesliga gehört, wird er kaum wahrgenommen. Er ist ein bodenständiger und reservierter Mensch.

Könnte man den Fußballtrainer von Eintracht Frankfurt treffender beschreiben als mit diesen zwei Sätzen aus dem „Munzinger-Archiv“, in dem Personen des öffentlichen Lebens porträtiert werden? Eigentlich nicht. Selbst bei hitzigen Spielen verharrt der gelernte Großhandelskaufmann still am Spielfeldrand, die Hände in den Taschen seines Traingsanzugs, die Augen nur auf den Ball gerichtet. Auf Pressekonferenzen antwortet er gern mit einem klaren Wort: Ja. Oder auch mal: Nein. Für den Zirkus drumherum hat Friedhelm Funkel wenig Sinn. Deshalb und wegen der Spielweise seiner Teams, die man ebenfalls als zurückhaltend beschreiben könnte, hat Funkel nie die ganz großen Vereine betreut. Er macht nicht den Eindruck, als ob ihn das stören würde.

Gestern hat Funkel seinen Vertrag bei der Eintracht bis 2009 verlängert. Die Verhandlungen dauerten nach Darstellung von Vorstandschef Heribert Bruchhagen eine ganze Minute. Es wäre interessant zu wissen, welche lange Geschichte Funkel nach seinem Ja-Wort noch erzählt hat.

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