Sport : Zum Erfolg gezittert

Köln schlägt St. Pauli 1:0 und feiert den ersten Sieg

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Standhaft geblieben. Köln mit Lukas Podolski rettete das 1:0 über die Zeit. Foto: dpa
Standhaft geblieben. Köln mit Lukas Podolski rettete das 1:0 über die Zeit. Foto: dpaFoto: dpa

Diese letzte Minute im Kölner Stadion dürfte entscheidend für die Zukunft von Zvonimir Soldo gewesen sein. Hätte Richard Sukuta-Pasu gestern Abend in letzter Sekunde für den FC St. Pauli nicht das Kunststück fertig gebracht, den Ball aus zwei Meter Entfernung nicht im Tor des 1. FC Köln zu versenken, der Trainer der Rheinländer hätte wohl seinen Job verloren. So allerdings besiegten die Kölner den Aufsteiger aus Hamburg äußerst knapp und letztlich glücklich mit 1:0 und verhinderten mit dem ersten Saisonsieg in der dritten Bundesligapartie einen kompletten Fehlstart – und den ersten Trainerwechsel der jungen Saison. Taner Yalcin traf nach einer guten Viertelstunde für die Kölner vor 50 000 Zuschauern, nachdem der äußerst motivierte Lukas Podolski einen beherzten Alleingang mit einem harten Schuss an den Torpfosten beendet und Yalcin den Abpraller gekonnt von der Strafraumgrenze über die Torlinie der Hanseaten gebracht hatte. „Das hat Nerven gekostet“, sagte Soldo, der ausnahmsweise Emotionen zeigte und erleichtert lächelte.

Die Kölner zitterten das Spiel über die Zeit und das, obwohl sie gerade nach der Führung die deutlich überlegene Mannschaft waren und sich einige gute Tormöglichkeiten herausspielten, diese aber allzu leichtfertig verschluderten. „Ich weiß auch nicht, weshalb wir uns dann in der zweiten Hälfte so schwer getan haben. Vielleicht hatten wir Angst zu verlieren. Das ist normal in in unserer Situation“, sagte Soldo. Ähnlich unverständliche Zurückhaltung hatten sich zuvor die Hamburger auferlegt. Weshalb die Spieler des FC St. Pauli nach dem Rückstand für eine lange Zeit den Widerstand nahezu aufgaben und nur glücklich das Ergebnis halten konnten, verstanden sie selber nicht. „Wir hatten 25 Minuten, die einfach viel zu schlecht waren“, sagte St. Paulis Torhüter Thomas Kessler. Danach hatten sie aber noch eine ganze Halbzeit lang Zeit. In Hälfte zwei dominierten sie die Partie zwar, aber „wir haben es nicht geschafft, uns zu mit einem Treffer zu belohnen. Uns fehlt dann auch die letzte Konsequenz und die Ruhe vor dem Tor“, sagte Stanislawski. „Dieses Spiel dürfen wir einfach nicht verlieren.“

Richard Sukuta-Pasu dürfte jedenfalls eine schlaflose Nacht hinter sich gebracht haben, während Zvonimir Soldo wohl erstmals seit Wochen wieder ganz unbeschwert einschlafen konnte.

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