Sport : Zum Pfiff verleitet

Der 1. FC Nürnberg besiegt Gladbach 2:1.

Der Sturz von Nürnberg. Patrick Herrmann (mit Ball) war noch Gladbachs Bester. Foto: dpa
Der Sturz von Nürnberg. Patrick Herrmann (mit Ball) war noch Gladbachs Bester. Foto: dpaFoto: dpa

Nürnberg - Auch die Punktgewinne der Konkurrenz im Abstiegskampf haben den 1. FC Nürnberg nicht beeindruckt. Durch ein 2:1 (2:0) gegen Borussia Mönchengladbach bescherten die Franken ihrem neuen Trainer Michael Wiesinger den ersten Sieg als Bundesligatrainer und hielten den Abstand zum Relegationsplatz konstant bei acht Punkten. Timmy Simons hatte Nürnberg mit einem äußerst fragwürdigen Foulelfmeter schon nach drei Minuten in Führung gebracht. Nach dem 2:0 durch Tomas Pekhart konnte der starke Patrick Herrmann nur noch den Anschlusstreffer für Gladbach erzielen.

„Das ist klar eine Schwalbe. Das ist unglaublich“, schimpfte Gladbachs Trainer Lucien Favre über den Strafstoß. Obwohl Thorben Marx gegen Mike Frantz zurückzog, nutzte Nürnbergs Linksaußen die Gelegenheit, ging im Strafraum zu Boden und verleitete Schiedsrichter Florian Mayer so zum Pfiff. Frantz habe sich fallen gelassen, sagte Borussias Verteidiger Roel Brouwers. Simons ließ sich davon nicht beirren und traf zum 1:0.

Trotz des frühen Rückschlags zeigten sich die Gladbacher keineswegs beeindruckt, sondern drängten auf den schnellen Ausgleich. Nach feinem Solo des pfeilschnellen Herrmann rettete Hiroshi Kiyotake kurz vor der Linie. Abgeklärter agierten die Franken und schalteten bei weniger als 30 Prozent Ballbesitz in der ersten Halbzeit aus einer kompakten Defensive bei ihren wenigen Vorstößen mustergültig um. Marx leitete mit einem fatalen Querpass den Konter über Kiyotake ein, dessen Vorlage Pekhart aus halblinker Position zum 2:0 verwertete.

Auch nach der Pause blieb die Partie umkämpft, Gladbach zeigte jedoch die zunächst vermisste Zielstrebigkeit. Nach einer Kopfballablage von de Jong sprintete Herrmann Nürnbergs Innenverteidiger Per Nilsson davon und ließ Schäfer keine Chance. Mehr aber sprang für die Gäste nicht mehr heraus. dpa

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