Sport : Zum Schluss ein Sieg

Australien schlägt Serbien 2:1 – und verabschiedet sich

Eines haben die Australier bei dieser Weltmeisterschaft auf jeden Fall gewonnen: Respekt. Das Turnier hatte mit der Niederlage gegen Deutschland überaus schlecht begonnen, doch das Team kämpfte sich wieder zurück – und verabschiedete sich nun mit einem 2:1 (0:0) über Serbien aus dem Turnier. Kurzzeitig waren die Australier nur zwei Treffer vom Weiterkommen entfernt, doch das wäre wohl zuviel des Guten gewesen.

Australien schließt die Gruppe D aufgrund des schlechteren Torverhältnisses hinter Deutschland und Ghana auf Platz drei ab. Die Serben sind lediglich Vierter. Ein Sieg aber hätte ihnen sicher zum Weiterkommen verholfen, weshalb die Mannschaft von Trainer Radomir Antic von Beginn an offensiv auftrat.

Die beste Chance der ersten Halbzeit besaß der aufgerückte Verteidiger Branislav Ivanovic. Er prüfte mit einem Schuss aus kurzer Distanz erstmals Torhüter Mark Schwarzer, dessen linke Hand reaktionsschnell zur Abwehr nach oben zuckte. Später sollten die Serben sogar einen ersten Treffer erzielen, Milos Krasic von ZSKA Moskau hatte ein Zuspiel mit dem rechten Fuß an Schwarzer vorbei über die Torlinie geschoben. Doch bei der Passabgabe stand der Mittelfeldspieler im Abseits.

Die Serben hatten vor allem eine Taktik: Hohe Bälle auf den 2,02 Meter großen Mittelstürmer Nikola Zigic schlagen. Schon gegen Deutschland hatte Zigic per Kopf einen Treffer für Milan Jovanovic aufgelegt. In der ersten Halbzeit verpasste Zigic eine Flanke nur knapp, in der zweiten setzte er einen Schuss über die Querlatte. Später ersetzte ihn Trainer Antic durch den ehemaligen Berliner Marko Pantelic. Der sollte immerhin nach Schwarzers Torwartfehler einen Abpraller zum 1:2 nutzen können.

Zu diesem Zeitpunkt aber führten die Australier bereits. Waren sie in der ersten Halbzeit nur sporadisch nach vorne gekommen, näherten sie sich nun durch Standardsituationen Vladimir Stojkovics Tor an. Der überragende Tim Cahill erzielte per Kopfball das 1:0. Anschließend wechselte Australiens Trainer Pim Verbeek Brett Holman für Carl Valeri ein, und tat damit den richtigen Griff. Nur sechs Minuten später schoss der Mann aus Alkmaar sein Team 2:0 in Führung. In der Schlussphase hätte nach dem Anschlusstreffer ein weiteres Tor den Serben das Achtelfinale beschert. Doch Pantelic schoss den Ball in der Nachspielzeit lediglich über das Tor.Tsp

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