Sport : Zum Sieg geholpert

Alba Berlin müht sich in Gießen zu einem 81:66

Jürgen Heide

Gießen - Die Halle war der Star, als Alba Berlins Basketballer am vergangenen Sonntag zum Bundesligaauftakt die Artland Dragons Quakenbrück in einem zerfahrenen Spiel schlugen. Nach der Premiere in der neuen Großarena stehen nun wieder die Spieler und ihre Leistungen im Mittelpunkt. Berauschend waren letztere gestern im Spiel bei den Gießen 46ers trotz des klaren Resultats nicht. Beim 81:66 (40:41) überzeugten die Berliner im Zusammenspiel lange nicht gegen ein Team, das am ersten Spieltag mit 27 Punkten Unterschied in Oldenburg verloren hatte. Immanuel McElroy (18 Punkte), Ansu Sesay (17) und Julius Jenkins (14) waren Albas beste Werfer.

„Man merkt, dass die Saison erst begonnen hat. Bei uns sind die Abläufe noch nicht automatisiert“, sagte Alba Berlins Geschäftsführer Marco Baldi, wegen der individuellen Klasse der Berliner Spieler „glauben viele, dass wir jeden Gegner mit 20 Punkten weghauen müssen. Aber die Liga ist kein Selbstläufer.“

Gießen war vor 3324 Zuschauern auf Wiedergutmachung aus, und Alba war gewarnt: Die Hessen hatten in der Vorbereitung Quakenbrück, Bonn und Köln geschlagen. Gegen den Deutschen Meister, bei dem Patrick Femerling verletzt fehlte und Dragan Dojcin und Johannes Herber nach Verletzungen nur auf der Bank saßen, gingen die Gastgeber 13:9 in Führung. Julius Jenkins war es, der mit sieben Punkten einen 22:17-Vorsprung nach dem ersten Viertel herausspielte.

Doch dann war Alba in der Verteidigung zu lässig, versuchte, nur mit Einzelaktionen zu punkten, während Gießen mit einer starkenTeamleistung auf 36:28 davonzog. Casey Jacobsen war es vorbehalten, seine Mannschaft wieder ins Spiel zurückzubringen. Auch nach der Pause war eine Aufholjagd nötig: McElroy mit sieben und Sesay mit sechs Punkten machten aus dem 40:47 ein 53:49. Dann gelang es Alba, sich mit einem 14:0-Lauf weit abzusetzen, Gießens Widerstand war gebrochen. Jürgen Heide

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