Sport : Zum Titel mit Sigurdsson

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Nun ist sie also noch vor der ersten Spielzeit mit einem höheren Anspruchsdenken weit vorangeschritten. Die neue Zeitrechnung bei Handball-Bundesligist Füchse Berlin wurde am Freitagmorgen endgültig besiegelt durch die Unterschrift von demjenigen, der neben Manager Bob Hanning für den großen Erfolg der jüngsten Vergangenheit steht: Dagur Sigurdsson. Der Füchse-Trainer, der in der Branche weltweit einen ausgezeichneten Ruf genießt, verlängerte seinen im nächsten Sommer auslaufenden Vertrag vorzeitig bis 2017.

Der Isländer grinste von einem Ohr zum anderen, als er seinen Kugelschreiber zückte. Der 39-Jährige, der 2011 zum Bundesliga-Trainer des Jahres gewählt wurde, hätte wahrscheinlich frei wählen können, welche Mannschaft er in Zukunft trainieren wollen würde. Dass der ehemalige Nationalspieler sich für die Berliner entschied und für die nächsten fünf Jahre an sie bindet, unterstreicht die ambitionierten Ziele des Bundesliga-Dritten der vergangenen Saison dick und fett.

Hannings großer Traum ist es, in den nächsten fünf Jahren „mit vier, fünf Leuten aus der eigenen Jugend europäisch zu spielen und einen Titel zu gewinnen“. Und für diesen Traum konnte er keinen geeigneteren Trainer finden. Sigurdsson versteht es wie kaum einer seiner Kollegen, den eigenen Nachwuchs zu durchmischen mit gestandenen Spielern. Zudem gilt er als ein exzellenter Taktiker, der sein Grundsystem immerzu den jeweiligen Stärken des Gegners anzupassen weiß. Wie ein Schachspieler denkt Sigurdsson einige Züge seiner Kontrahenten voraus.

Als er dann seinen Kugelschreiber wieder verstaute, sagte Sigurdsson: „Es entwickelt sich alles in die richtige Richtung.“ Die neue Zeitrechnung bei den Füchsen, sie schreitet unaufhörlich voran.

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