Sport : Zur Kasse, bitte bitte!

Unions Trainer Votava gibt seinen Einstand gegen Frankfurt

Andrè Görke

Berlin. Ein markiger Spruch wäre nicht übel, kernige Worte. Mirko Votava, der Trainer des Zweitligisten 1. FC Union, sagt: „Wir dürfen gegen Frankfurt nicht wie das Kaninchen vor der Schlange erstarren.“ Naja. Votava hat viele Jahre in der nordfriesischen Provinz gearbeitet. Die Menschen dort gelten als etwas dröge. Vielleicht liegt es daran.

Dabei hat Union in diesen Tagen Werbung nötig. Heute Abend spielt der Klub gegen den Tabellendritten Eintracht Frankfurt (19 Uhr, Stadion an der Alten Försterei). Normalerweise würden gegen den ehemaligen Erstligisten die Herren am Kassenhäuschen viel zu tun bekommen. Doch da das Spiel live auf „Premiere“ übertragen wird, befürchten sie, dass viele Fans lieber in der warmen Kneipe sitzen und dort das Spiel sehen.

Weniger Zuschauer kommen eh schon in diesen Tagen. Das liegt einerseits am kühlen Wetter, andererseits an den bescheidenen Ergebnissen der vergangenen neun Wochen. Seit dem 4:2-Sieg am 15. September gegen den St. Pauli wartet Union nun schon auf ein Erfolgserlebnis. Die Bilanz seit jenem Nachmittag: zwei Punkte hat Union aus acht Spielen geholt, 22 Tore kassiert. Der Klub rangiert zwei Punkte vor einem Abstiegsplatz. Gegen Frankfurt fallen nun auch noch Manndecker Tom Persich und Stürmer Sreto Ristic aus. Der Einsatz von Chibuike Okeke ist fraglich. Gestern hat sich wenigstens Steffen Baumgart nach muskulären Problemen wieder fit gemeldet.

Für Trainer Mirko Votava ist es kein einfacher Job, den er da vor eineinhalb Wochen in Köpenick übernommen hat. Zum Einstand verlor Union unter seiner Regie 0:3 in Aachen. Das Spiel gegen Frankfurt ist Votavas Heimpremiere.

Trotz all der Probleme hofft der Klub heute Abend auf eine gute Kulisse. Über 9 000 Zuschauern werden erwartet. Für Union ist es die letzte anständige Einnahmequelle in diesem Jahr. Denn in den letzten Heimspielen gegen den VfB Lübeck und Eintracht Trier wird Union kaum Geld verdienen können.

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