Sport : Zurück im großen Becken

Spandau 04 darf vom Finale der Champions League träumen

Claus Vetter

Berlin. Nationale Erfolge sind für die Wasserfreunde Spandau 04 schon lange der Regelfall. Auf internationaler Ebene rennt der deutsche Wasserball-Rekordmeister dagegen seit Jahren einem Erfolg hinterher. Insofern war das, was sich Sonnabend in der Schwimmhalle Schöneberg abspielte für die Spandauer Spieler ein neues Gefühl: Endlich einmal patzten die Berliner in einem wichtigen internationalen Spiel nicht, gewannen in der Champions League gegen den CN Barcelona 9:8. Mit dem Erfolg haben die Spandauer als Zweitplatzierter ihrer Gruppe gute Chancen, das Finalturnier zu erreichen.

Davor stehen allerdings noch das Auswärtsspiel bei Tabellenführer Pro Recco Genua und das Heimspiel am 29. März gegen Partizan Belgrad. Eine Niederlage gegen Genua wäre verzeihlich, ein Erfolg gegen die Belgrader ist für die Berliner hingegen ein Muss und würde – sofern Genua sein Spiel gegen Barcelona gewinnt – das Ticket für das Final Four bedeuten. Davon möchte Hagen Stamm noch nichts hören. „Wir wollten nicht Gruppenletzter werden“, sagt der Spandauer Präsident. „Das haben wir geschafft. Alles was jetzt noch passiert, ist eine Zugabe.“ Durch den Sprung unter die letzten acht Mannschaften haben die Berliner bewirkt, dass nächste Saison drei deutsche Teams international starten dürfen. Nach dem Vorbild Fußball wird die Champions League reformiert, sollen künftig nicht nur die Landesmeister, sondern zwei bis drei Klubs pro Nation antreten.

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